Israel”kritiker”

[Den Schutzmantel des "Freundschaftsdienstes"] zieht sich der Israelkritiker selbst dann an, wenn es keine anderslautenden Vorwürfe regnet. Präventiv stellt er klar, dass das, was nun folge, das grüne Licht des Rechtsinstitutes der freien Meinungsäußerung genieße. Damit wird der Boden für jedes noch so vernichtende, einseitige Bashing geebnet, die Freifahrkarte in die antiisraelische und antisemitische Geisterbahn gelöst.

Der Israelkritiker fühlt sich allein. Er glaubt oder gibt zumindest vor zu glauben, allein auf weiter Flur „Tabus“ zu brechen. Dieser Glaube kann angesichts der oben geschilderten Omnipräsenz seiner Widergänger Symptom fortgeschrittenen Realitätsverlustes sein. Er könnte aber auch schlicht Methode sein, um gepaart mit dem „Kritik“-Schutzmantel als ehrenhafter und wagemutiger Kämpfer für die Gerechtigkeit durchzugehen. Das vermeintliche „Rebellendasein“ ist jedoch genauso individualistisch wie der Besitz eines iPods. [...]

Mehr über den “gemeinen Israelkritiker” bei Spirit of Entebbe

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