Archiv für September 2009

Ein Gespenst geht um in Deutschland…

Abgelegt unter Politik am 29. September 2009 von Trafo

…es trägt einen roten Mantel. Darunter hält es Hammer und Sichel fest in seiner Faust.

Es ist entsetzlich, wie groß der Stimmenanteil geworden ist, den die Kommunisten auf sich vereinigen können. Gerade vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte, wo ein großer Teil der Bevölkerung unter einer kommunistischen Diktatur litt.
Selbst wenn man vor dem Fall der Mauer, wie Peppone in “Don Camillo & Peppone”, an die Herrlichkeit im Kommunismus glaubte, dem sollte es doch spätestens beim Besuch des Ostblocks nach 1990 wie Schuppen von den Augen gefallen sein, wie heruntergekommen, rückständig und verwahrlost es dort aussah (bzw. noch aussieht). Und in welcher Weise politisch Andersdenkende bespitzelt und unterdrückt wurden, sollte eigentlich auch jedem klar geworden sein.

Die gleichen Leute, die damals an der Macht beteiligt waren, sich auf Kosten anderer bereichert haben und im Wohlstand leben konnten, die gleichen Leute, die das System der Unterdrückung, Bespitzelung und Einschüchterung aufrecht erhielten, die Stasi-Mitarbeiter, Politfunktionäre und führende Rechtsanwälte, werden heute in den Bundestag gewählt.

Mitschuld am Einzug der Kommunisten ins Parlament haben nicht zuletzt die auf dem linken Auge blinden Medien, in denen linke Verfassungsfeinde nicht beim Namen genannt werden. Immerhin heißt es auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zur Partei “Die Linke” vorsichtig: “Für den Verfassungsschutz des Bundes wie für den der meisten Länder sind einzelne Gruppierungen (etwa die ‘Kommunistische Plattform’) Beobachtungsobjekte.”
Darüber hinaus ziehen die Mainstream- und Zwangsbezahl-Medien den Schwanz ein, vor drohenden Klagen bei der Nennung der Wahrheit über die Vergangenheit der Spitzenkandidaten der Kommunisten der SED-PDS-Linkspartei (vgl. Hubertus Knabe 2009) und verbreiten stattdessen unkritisch die Propaganda der Linksextremisten. Hier ist vielen beteiligten Redakteuren und Journalisten eine Neigung zu linkem Gedanktengut zu unterstellen.
Bei jeder sich bietenden Gelegenheit werden Kommunisten zu Stellungnahmen und Talk-Runden eingeladen, anstatt, wie bei den (nicht nur farblich nahe stehenden) Sozialisten von Rechts, eine klare Ausgrenzung und Warnung vorzunehmen.

Ludwig von Mises schrieb zu den beiden Sozialismen:

Man verkennt den Nationalsozialismus, wenn man nicht beachtet, dass er Sozialismus sein will. Im Kommunistischen Manifest werden zehn Programmpunkte entwickelt. Acht von diesen zehn Forderungen sind von den Nationalsozialisten im Deutschen Reich verwirklicht worden.

Jedoch muß man heute nicht erst bei Ludwig von Mises nachschlagen, um zu begreifen, dass die Vorstellungen der Linken und Rechten sich nicht wesentlich voneinander unterscheiden. Ein Blick beim Wahl-o-mat auf die Ansichten der Parteien zeigt das gleiche Ergebnis. In lediglich 12 von 36 Punkten haben Die Linke und die NPD unterschiedliche Meinungen. Zum Vergleich: CDU/CSU und SPD, die immerhin seit 4 Jahren eine gemeinsame Koalition bilden, stimmen in 16 Punkten nicht überein.
Wenn man Dummheit als Coolness verkauft, dann hören sich marxistisch- und nationalsozialistische Versprechungen verlockend an (aber immerhin durchschaut selbst Sido die Grünen Utopien).

Wohin die Reise mit den nationalen und/oder marxistischen Sozialisten führt, hat nicht nur die Geschichte in erschreckender Deutlichkeit an vielen Orten gezeigt, sondern wurde von F.A. Hayek 1944 eindrücklich beschrieben.

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The Great Depression revisited

Abgelegt unter Politik, Wissenschaft am 14. September 2009 von Trafo

[...] The closest parallel to the current situation is the Great Depression. At this point, both the severity and expected duration of the current downturn are mild compared to the Great Depression. But the downturn of 1930 did not start out as a decade-long catastrophic event, nor did it have to be. More than any event in economic history, the Great Depression illustrates the tragic results of perverse government policies. As Milton Friedman and Anna Swartz have shown, the downturn was brought about by a monetary contraction. In the United States, the money supply fell by more than 30% between 1929 and 1933. While monetary expansion was present from 1934 to 1936, the central bank once again shifted toward monetary contraction in 1937 (Friedman and Schwartz, 1963).

Restrictive trade policies added to the downward spiral. The infamous Smoot-Hawley trade bill enacted in June 1930 increased tariff rates in the United States by more than 50%. Predictably, other countries—60 in total—retaliated with similar trade restrictions and world trade fell by nearly two-thirds in the three years that followed. Smoot and Hawley argued that the higher tariffs were needed to save jobs. The unemployment rate was 7.8% when the bill was enacted; it tripled to 25% over the next three years. Many history books tell us that the Great Depression was caused by the stock-market crash of October 1929. But they do not inform us that the stock market rose steadily during the five months beginning in November 1929 and had returned to the level it had been in October 1929 by mid-April, 1930. However, as it became obvious that Smoot-Hawley was going to pass, stock prices plummeted once again.

As if this was not enough, the Hoover Administration and Democratic Congress passed the largest tax increase in American history in 1932. The top marginal rate was raised from 25% to 63% and other rates increased by similar proportions. The Roosevelt Administration followed with still higher tax rates, pushing the top marginal rate to 79% in 1936. The policies of the Roosevelt administration also included price controls, cartelization of more than 500 industries, destruction of agriculture products in order to drive their prices higher, and numerous other policy shifts that generated uncertainty and prolonged the recession until the beginning of World War II.

One would think that government failure on the massive scale that generated and prolonged the Great Depression would lead to reforms that would curtail the role of government. But this was not the case. People learned the wrong lesson from the episode. [...]

Quelle: Economic Freedom of the World: 2009 Annual Report, S. 4

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Gefährlicher als Atom: Die Lügerei

Abgelegt unter Politik am 11. September 2009 von Trafo

Selbst im roten Filzfunk WDR kann man versteckte Perlen entdecken. Abgeschoben in der Schlagerabteilung findet man diesen Kommentar von Hubert Maessen:

Gefährlicher als Atom: Die Lügerei
Deutschland braucht dringend und schon lange ein Endlager für die Reste der Atomstromerzeugung, für die radioaktive Asche. Aber seit Jahrzehnten kommt man damit nicht voran. Der eine sagt dies, der andere macht das, der eine ruft Hü, der nächste Hott. Das scheint Methode zu haben, denn im Kern geht es wohl darum, den Atomstrom durch das fehlende Endlager, zum Beispiel Gorleben, unmöglich zu machen.
Aber ist das etwa eine verantwortliche Politik? Ist die nicht sogar höchst gefährlich?

Auch wenn die deutschen Atomkraftwerke in höchstem Maße sicher sind, viel sicherer als die, welche zum Ersatz jetzt im Ausland gebaut werden; auch wenn die immer wieder so genannten Störfälle von Transformatoren und krummen Dübeln mit Atomgefahr soviel zu haben wie der schief hängende Abreißkalender in der Pförtnerbude vom AKW Krümmel, also Nullkommanichts – der Deutsche liebt es, Angst vor der Welt zu haben, seit sie ihm fast einmal ganz gehört hätte. An Katastrophenmärchen glaubt er nur all zu gern, schließlich ist der Deutsche in einem Kinderbettchen groß geworden, hinter dessen Gittern von Hexen erzählt, von mit Leckereien getarnten Hexenhäuschen berichtet wurde, von dem bösen kreidefressenden Wolf, der sich die sieben Geißlein schnappt, von der beleidigten Fee, die einen ganzen Staat in ewige Ohnmacht fallen lässt, von dem vergifteten Pracht-Apfel, der das anmutige Schneewittchen, das schönste Wesen überhaupt, in einen Todesschlaf fallen lässt. Dämonen, Hexen, blutrünstige Räuber, brutale Riesen, ja sogar fiese Eltern, die uns Hänsel und Gretel hinter die Fichten führen. Und dazu passt ja haargenau das, was erst die zu diesem Zweck gegründeten Grünen und dann auch die auf den Rücken gefallenen Roten uns seit Jahren erzählen, um Atomstrom abzuschaffen.

Absurd das alles. Ein Kindertheater nach der Dramaturgie der Kasperlebühne. Mit dem blonden Gretchen Claudia Roth, dem dicken Schutzmann Gabriel und dem bösen Atom-Krokodil. Da wird ein Thema verkaspert und verhuddelt, das ein ernstes und wichtiges für unsere Wirtschaft, für Wohlstand, für Zukunft und sogar fürs Klima ist. Ohne den seit Jahrzehnten reibungslos erzeugten Atomstrom wäre das Land viel ärmer und jeder einzelne auch. Atomstrom hat dieses Land namhaft am Laufen gehalten und tut es noch, und das ohne den Klimawandel zu verursachen, geschweige denn zu befördern.

Und trotzdem ist von den Geistersehern und technikfremden Esoterikern der Atomstrom einer laienhaften Öffentlichkeit als das absolute Teufelszeug verklickert worden. Eine verlogene Aktion, denn den konsequenten Mut, dann alle AKWs auf einen Rutsch zu verbieten und den Import von Atomstrom gleich dazu, den hatte ja keiner dieser Maulhelden, weil das nicht ging, ohne Deutschland zusammenbrechen zu lassen. Aber wenn AKWs unverantwortliche Risiken sind, dann sind sie es schon jetzt und nicht erst in 20 Jahren mit dem Ausstieg.

Grüne Politiker, wie der fröhliche Zyniker Trittin, haben im Verein mit karrierelüsternen Bollermännern Marke Gabriel alles versucht, den Atomstrom zu sabotieren, der Bevölkerung Angst zu machen. Seit Jahren verhindern sie amtlich mit Absicht die Einrichtung eines Endlagers, mit immer neuen Finten und Verzögerungen und Scheinaktivitäten. Sie sorgen dafür, dass der für so gefährlich erklärte Abfall nicht unter die Erde kommt, sondern irgendwo auf dem Hof von AKWs in der Landschaft herumsteht, um AKWs daran ersticken zu lassen. Das ist eine Politik von hasardierenden Ideologen, die für ihr Rechthaben alles riskieren. Ganz unverantwortlich. Es wird höchste Zeit, dass dies nach der Wahl Ende September endlich sachlich fachlich geregelt wird und nicht von Leuten, deren Verblendung eine wirkliche Gefahr für uns alle ist. Ein Atomkern könnte einem dann glatt vom Herzen fallen.

Quelle: WDR4 – Zur Sache vom 27.08.2009

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Die Realität schlägt zurück

Abgelegt unter Wissenschaft am 7. September 2009 von Trafo

Klimamodelle beschreiben die Realität ähnlich genau wie Hollywoodfilme:

Well, they use some data but also “complex models”. It’s clearly a basic logical error to try to show that the models represent a feature of the climate incorrectly, while using the same models to derive this conclusion. ;-)

In other words, Lindzen’s and Choi’s paper shows that the combination “reality and models” is logically inconsistent, so one can derive anything – both correct and incorrect statements – from such an inconsistent set of axioms. Whatever you derive is therefore inevitably untrustworthy.

Quelle: The Reference Frame

Ergänzung:

Indeed, global warming stopped and a cooling is beginning. No climate model has predicted a cooling of the Earth, on the contrary. This means that projections of future climate is unpredictable, writes Henrik Svensmark. [...] “we recommend our friends to enjoy global warming while it lasts.” [...]

Quelle: Watts Up With That? via Die Achse des Guten

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