Weniger Politik wagen!
Abgelegt unter Politik am 1. August 2008 von Trafo[…] In den letzten Jahren ging es Schlag auf Schlag, persönliche und wirtschaftliche Freiheit gingen stückweise verloren: Immer höhere Steuern und Abgaben, Zwangsmitgliedschaften, Meinungsverbote, Rauchverbote, Verhaltensgebote, Zwangsmülltrennen und Dosenrückbringzwang, Einrichtung von Überwachungs- und Abkassiersystemen per Maut und Telekommunikation. Ganz aktuell sollen Essensgebote und -verbote hinzukommen: Abspecken auf Befehl. Deutschland ist begleitet von einem dümmlichen Ablenkungsgerede über „Neoliberalismus“ weit vorangeschritten auf dem Weg hin zu einem neosozialistischen Staat. […]
Immer mehr politische Eingriffe bedeuten immer mehr Wohlstandsverlust. „Es sind die Dinge, die wir nicht sehen“, so brachte es Frédéric Bastiat auf den Punkt. Wir sehen etwa künstlich subventionierte Arbeitsplätze oder Windräder. Aber Politiker können nicht zaubern, sondern nur die ökonomischen Prozesse verdunkeln. Nicht gesehen werden dadurch die vielen wirklich rentablen Arbeitsplätze, die aufgrund der für die Subventionierung fälligen Abgabenlast vernichtet wurden oder gar nicht erst entstehen konnten. Jede Subvention ist eine Vernichtung von besseren, weil marktgängigen Investitionen. Es ist eine Verschwendung, bei der zu allem Überfluss noch in nutzloser Bürokratie mehr als die Hälfte hängen bleibt. […]
Auf der einen Seite wirkt also Politik zerstörend. Auf der anderen Seite fördert sie auch etwas. Bestimmte Gruppen werden durch Subventionen vermehrt. Durch besondere staatliche Hilfen gibt es plötzlich Millionen allein erziehender Mütter, eine Massenerscheinung, die ohne staatlichen Ersatzernährer nicht denkbar wäre. Der Leistungsbereite verliert die Motivation, wenn ihm wesentliche Teile seiner Erträge zugunsten des nicht Leistungsbereiten abgenommen werden. Und der Leistungsempfänger wird für seine Passivität belohnt, in seinem Selbstbewusstsein gekränkt und aller Anreize beraubt, selbst seine Situation zu verbessern. Entsprechend steigt die Zahl der Langzeithilfsempfänger auf Kosten der Produktiven immer mehr an.
Politik neigt dazu, über kurz oder lang totalitär zu werden. Je mehr Staat, je mehr Gesetze, desto weniger Achtung vor dem Eigentum des anderen und desto weniger Zivilisation. Der Wohlfahrtsstaat bestraft Fleiß und belohnt Drückebergerei, er vernichtet damit Moral. […]
dazu auch: Die Achse des Guten – Problemgruppen wohin man blickt