Archiv für Juni 2007

PDS: Partei der Selbsttäuschung

Abgelegt unter Politik am 12. Juni 2007 von Trafo

Aus einem DLF-Interview mit Günter Schabowski zum 20. Jahrestag von Ronald Reagans Berlin Wall Speech (Hervorhebungen hinzugefügt):

[...]

Müller: War die DDR-Führung so selbstbewusst, weil man die Realität nicht akzeptieren wollte?

Schabowski: Was ist die Realität? Die Realität ist, dass einerseits die Welt gespalten war und dass auf beiden Seiten nukleare Potenziale vorhanden waren, die bei Überschreiten oder bei Verletzung des Status Quo zu einer Weltkatastrophe hätten führen können. Das war im Grunde das, was wir oder ich zu diesem Zeitpunkt noch als eine Art Bestandsgarantie für die DDR empfunden haben, wie krisenhaft auch ihre Entwicklung sein mochte. Aber Kommunisten sind ja Gläubige. Die lassen sich von akuten Krisenerscheinungen nicht beeinflussen, sondern die sind eben der Meinung, dass sie ein Welterlösungsziel ansteuern, eine Entsündigung sozusagen dieser ausbeuterischen Welt, und das ist ein schwieriger Prozess und dem werden alle möglichen Steine und natürlich vom Klassenfeind Steine in den Weg gelegt. Das steckt sozusagen hinter der Sturheit von Kommunisten, selbst in Situationen, von denen man annehmen könnte, ein normaler Mensch würde sagen ja Gott, nun krabbel Dich doch mal am Kopf und sieh doch mal, was sich da abspielt, und ziehe deine Konsequenzen daraus. Dazu war man noch nicht in der Lage.

Ich sage es etwas anders: Das, was uns beeindruckt hat oder mich beeindruckt hat, das war der Protest, der Aufstand der Menschen in der DDR. Aber dieser Protest und dieser Aufstand ist natürlich beeinflusst oder nicht denkbar ohne solche Demonstrationen [die Rede Reagans]. Auf der einen Seite also das Beispiel eines reformgeneigten Gorbatschow, der dieses starre diktatorische System zu ändern bemüht ist, und auf der anderen Seite die Fanale, die durch solche Schritte und Beispiele und Äußerungen gesetzt waren wie die von Reagan und seiner Demonstration an der Grenze, reißen sie die Mauer nieder.

Müller: Wie gut wusste denn die SED-Führung über den inneren Zustand der DDR Bescheid?

Schabowski: Ach Gott, daraus machen sich Kommunisten nicht viel. Dass ein Teil der Menschen nicht einverstanden ist oder ein größerer Teil der Menschen nicht einverstanden ist, dass es wirtschaftliche Schwierigkeiten gibt, davon lassen sich Kommunisten nicht beeindrucken. Wenn das der Fall wäre, dann hätten sie 1945 gar nicht anfangen können, so miserabel wie die Situation war und wie sie betrachtet wurden als die Helfershelfer der Eroberer, der Frauenvergewaltiger und so weiter. Das ist ja der Wahnsinn. Kommunisten sind sozusagen Leute, die nach einer Erleuchtung handeln. Die haben ein Ziel vor Augen, und von diesem Ziel lassen sie sich nicht abbringen, solange ihre Macht noch gesichert erscheint oder garantiert erscheint. Auch die Kommunisten in der DDR konnten sich zu diesem Zeitpunkt noch als Bundesgenossen, für deren Bestand auch die Sowjetunion zu sorgen hatte, verstehen.

Müller: Gibt es diese Haltung auch heute noch in der bundesdeutschen Politik?

Schabowski: Es gibt die Gläubigkeit an das sozialistische Endziel, denn sehen Sie mal nach einem solchen Staatsbankrott, wie es die SED, wie es die Kommunisten allenthalben erlebt haben, und wenn man jetzt auf Deutschland guckt müsste man sagen, welche Berechtigung besteht noch, einer solchen Partei eine Daseinsberechtigung zuzugestehen. Es gibt genügend linke Felder in allen möglichen Parteien. Wozu eine Wiederbelebung, natürlich mit anderen Etiketten – sie hat sich ja inzwischen dreimal umbenannt -, aber dass sie immer noch auf eine eigene Existenz besteht, dahinter steckt doch die Verweigerung, jemals dieses sozialistische Endziel aufzugeben und dann durch die Niederungen einer solchen Demokratie zu waten, bis sich früher oder später mal eine Konstellation ergibt, dass man den Versuch auf andere Weise wieder neu starten kann.

Wir erleben ja groteskerweise in diesen Tagen so etwas wie die Wiedergestaltung einer sozialistischen Einheitspartei, dadurch dass sich jemand als Abflussrohr für linke Sozialdemokraten betätigt, ein Mann namens Lafontaine, der sich dann mit den Epigonen der SED zusammentut und wieder eine Vereinigung von Sozialdemokraten und von Kommunisten schafft. Es ist absurd anzunehmen, dass diese Konsequenzen in einer absehbaren Zeit hätte, aber als Antrieb steckt so etwas natürlich dahinter.

Müller: Für Sie, Herr Schabowski, wir reden ja von der Linkspartei, sind das also alles mehr Gläubige denn Demokraten?

Schabowski: Das sind Gläubige, die sich einer demokratischen Mimikry bedienen, weil sie wissen, wenn man sich diese Mimikry aneignet, dass man dann eine Menge erreichen kann, bis dann mal wieder eine revolutionäre Zuspitzung kommt. Ich halte das alles für absurd, wissen Sie. Das gehört alles mit zu diesen absurden Vorstellungen der Weltverbesserung, die ja nun mal zu kommunistischer Ideologie gehört. Aber so ist die Denkweise.

Müller: Auch in der Führung?

Schabowski: In der Führung eher als beim großen Teil der Mitglieder der PDS. Sie ist ja nun auf zirka 60.000, so viel ich weiß, geschrumpft verglichen mit den 2,3 Millionen, die sie mal in der DDR hatte, aber da ist ja auch ein großer Teil junger Leute dazu gekommen, die die DDR nicht erlebt haben, die nicht mit den Dogmen so vertraut sind, wie das in einer solchen Schulungspartei der Fall war. Das muss man schon in Rechnung stellen. Aber alle die, die das Sagen haben in dieser Partei, die wissen natürlich haargenau um solche Konzepte.

Müller: Also auch Gregor Gysi und Lothar Bisky?

Schabowski: Aber selbstverständlich wissen die darum. Wie weit nun Gysi als ein sozusagen zutiefst gläubiger kommunistischer Dogmatiker zu verstehen ist, ist eine ganz andere Frage. Die Politik in einer Demokratie hält ja bis zur Erreichung solcher revolutionären Situationen, die ja möglicherweise nicht in fünf oder zehn Jahren schon wieder kommen mögen, viele Lockungen, viele Ziele bereit, derenthalben man sich in einer solchen Partei engagieren kann.

Müller: Also ist das eine Partei der Täuschung?

Schabowski: Ich würde sagen in erster Linie eine Partei der Selbsttäuschung.
[...]

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Abgelegt unter Spass am 11. Juni 2007 von Trafo

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Wissenschaft und Ökototalitarismus

Abgelegt unter Politik, Wissenschaft am 11. Juni 2007 von Trafo

Ein vorzüglicher Kommentar von “der Physiker” auf dem Ökologismusblog:

Es macht mich immer wieder fassungslos, wie die Anhänger der Hypothese vom menschgemachten Klimawandel auf Einsprüche, Gegenargumente und kritisches Hinterfragen reagieren. All dies, was doch so essentiell zu jeder wissenschaftlichen, wie auch politischen Debatte gehört, wird abgelehnt, wird umgehend mit persönlichen Diffamierungen und Abqualifizierungen des Gegenübers beantwortet.

Es bringt doch nichts, sich gegenseitig Weblinks um die Ohren zu hauen, die alles und nichts beweisen. Klimaforschung erscheint mir mehr und mehr als ein Gefecht um Meinungen denn als ein Gefecht um wissenschaftliche Erkenntnisse. Und für jede Meinung gibt es eben einen Gegenstandpunkt, für jedes Indiz mindestens zwei entgegengesetzte Interpretationen. Das ist so, das ist Wissenschaft, das darf in der Wissenschaft auch niemals anders sein. Ansonsten wäre es Religion.

Es macht mich immer wieder fassungslos, mit welcher Verve, mit welcher Anmaßung, mit welcher Hybris die Anhänger der Hypothese vom menschgemachten Klimawandel auf Einsprüche, Gegenargumente und kritisches Hinterfragen reagieren. Denn was sie da so vehement verteidigen, ist doch nichts als ein Modell der Realität. Und ist denn die Qualität der wissenschaftlichen Ausbildung an den Universitäten in den letzten Jahren wirklich so gesunken, daß die Protagonisten zwischen Modell und Realität nicht mehr unterscheiden können?

Ein Modell ist nichts als ein Werkzeug, mit es möglich wird, bestimmte Phänomene den von uns beherrschten mathematischen Techniken zugänglich zu machen. Die Natur aber, die Realität, verfügt nicht über diese mathematischen Werkzeuge, sie richtet sich auch nicht nach diesen. Allein die Tatsache, daß wir etwas derart simples wie das Verhältnis von Umfang und Durchmesser eines Kreises nicht in unserem Zahlensystem exakt darstellen können, muß uns doch zu denken geben. Wir haben mächtige Werkzeuge entwickelt, um die Phänomene zu beschreiben, keine Frage. Aber diese Werkzeuge beruhen auf zentralen Konzepten, die allein unserer Phantasie entsprungen sind (bspw. „stetige Funktion“ oder auch „unendlich kleine Differenz“) und in der Natur nicht realisiert wurden.

Ein Modell ermöglicht innerhalb akzeptierter Fehlergrenzen Beschreibungen von Vorgängen und Vorhersagen über Phänomene, keine Frage. Es ist innerhalb genau zu definierender Randbedingungen gültig, keine Frage. Aber es ist nicht zu verwechseln mit der Wirklichkeit. Wir wissen es doch mittlerweile besser. Wir wissen, daß das Newtonsche Konzept von Kraft und Masse, von Impuls und Geschwindigkeit, von Zeit und Raum falsch ist. Aber wir können damit in gewissen Grenzen hinreichend genau rechnen. Wir wissen, daß es keine Gravitationsfelder gibt, aber wir können mit diesem Modell die natürlichen Phänomene innerhalb gewisser Grenzen nachbilden und nachrechnen. Der Begriff „Feld“ ist ohnehin eine der mächtigsten und attraktivsten Entwicklungen in der Physik, aber ein „Feld“ ist eben nur ein mathematisches Modell der Wirklichkeit. Daß es innerhalb gewisser Grenzen möglich ist, mit diesem Modell Vorgänge zu beschreiben, darf uns nicht dazu verleiten, zu glauben, daß „Felder“ damit auch wirklich existieren. Wir wissen doch auch, daß Elektronen keine kleinen, massiven Kugeln sind, die um Atomkerne kreisen, obwohl wir mit diesem Modell sehr spannende Technologien entwickeln konnten. Wir wissen ebenfalls, daß Elektronen keine Wellenpakete sind, die zufällig im Raum hin und her springen und dabei vom Attraktor „Atomkern“ mit gewissen Wahrscheinlichkeiten in bestimmte Raumregionen gezwungen werden. Wir wissen, daß es sich in Wirklichkeit anders verhält. Und so weiter, und so fort. Nur, weil wir in bestimmten Bereichen keine besseren Modelle haben, dürfen wir niemals, niemals davon ausgehen, daß die verfügbaren Modelle auch nur irgend etwas mit der Realität zu tun haben.

Und so beschreibt auch die klassische Thermodynamik ein wunderschönes gedankliches Konstrukt, eine wahre Perle menschlicher Schaffenskraft: das thermodynamische Gleichgewicht. Blöd nur, daß es ein solches in Wahrheit gar nicht gibt. Insbesondere die Erde mit all ihren Komponenten war niemals und ist nirgends im thermodynamischen Gleichgewicht. Ganz zu schweigen davon, daß sie weit davon entfernt ist, ein Schwarzer Körper zu sein und daß ihre Atmosphäre keinesfalls auch nur im Ansatz ein ideales Gas darstellt.

Es erfüllt mich mit Entsetzen, wie die Anhänger der Hypothese vom menschgemachten Klimawandel mit zunehmender Inbrunst ihre Modellvorstellungen als genaue Abbilder der Realität verteidigen, wie sie mit zunehmender Inbrunst das Ende des Erkenntnisprozesses verkünden. „Wir haben alles schon erforscht, entdeckt und erkannt“, sagen sie, „es gibt nichts mehr zu diskutieren, wir kennen die Wahrheit“ und als „Beweis“ wird immer schnell irgendeine wissenschaftliche Arbeit mit irgendeinem Internetlink herangeführt. Eine wissenschaftliche Arbeit, die, so zeigt die Erfahrung, bereits in wenigen Monaten überholt sein kann und nur einen Schritt auf dem Weg zu weiterer Erkenntnis darstellt, keinesfalls einen Endpunkt. Eine wissenschaftliche Arbeit, die keinesfalls irgendeine Behauptung als endgültige Wahrheit beinhaltet, sondern deren Interpretation sich im Kontext eines sich verändernden Zeitgeistes ebenfalls entsprechend verändern wird.

Nein, Modelle sind keine Beweise. Sie validieren nur das, wozu sie gemacht sind. Ein Modell, daß den Einfluß von CO2 auf die Erderwärmung nachweisen soll, wird auch genau das tun, und sonst nichts. Ein Modell, daß das Gegenteil belegen soll, wird auch genau das tun, und sonst nichts. Wer traut sich, eine Entscheidung darüber zu treffen, welches Modell nun der Wirklichkeit eher entspricht und welches weniger? Wer ist von seiner eigenen Kompetenz so sehr überzeugt, daß er glaubt, die wesentlichen Aspekte einer komplexen Umwelt vollständig erkannt zu haben? Wer ist so wenig bescheiden angesichts der vielfältigen unerklärlichen Wunder, die uns die Natur täglich vorführt? Wer ist so eingebildet?

Es erfüllt mich mit Entsetzen, wie die Anhänger der Hypothese vom menschgemachten Klimawandel mit zunehmender Inbrunst die IPCC-Berichte als letzten Schluß der Weisheit verteidigen. Die Berichte eines UN-Gremiums, einer Kommission, bestehend aus 30 Leuten aus 30 verschiedenen Ländern von denen nur gut die Hälfte überhaupt Expertise in der Klimaforschung aufweisen. Eine Kommission, die keine eigene Forschung durchführt, sondern lediglich Forschungsarbeiten anderer sammelt und zusammenfaßt. Eine Kommission, die den klaren Auftrag hat, lediglich solche Forschungsarbeiten in ihren Kanon einzufügen, die Indizien für den menschgemachten Klimawandel beinhalten, keine anderen. Was ist mit dieser Gesellschaft los, daß so intensiv und kaum widersprochen gefordert werden kann, unseren Verstand, unsere Vernunft und unsere Fähigkeit zu einem eigenen, unahhängigen Urteil auf eine Kommission zu übertragen und deren Berichte als endgültige Weisheit hinzunehmen? Es ist als hätte die Aufklärung niemals stattgefunden. Das IPCC erscheint in der öffentlichen Wahrnehmung mehr und mehr wie ein Gremium unfehlbarer Kardinäle, dessen zentrale Glaubensgrundsätze im Buch der Bücher niedergelegt niemals kritisiert werden dürfen. Oder man macht sich des Verbrechens der Gotteslästerung, der Blasphemie schuldig und endet entsprechend auf der modernen Version des Scheiterhaufens, stigmatisiert als ahnungsloser Idiot durch die veröffentlichte Meinung.

Nein, das IPCC ist kein unabhängiges Gremium von überragender Kompetenz. Es erfüllt einen bestimmten politischen Auftrag und auch nur diesen. Wie auch die katholische Kirche keinerlei Schriftgut in ihren offiziellen Kanon integrieren wird, das die Jungfräulichkeit Mariens bezweifelt, so wird das IPCC kein Schriftgut in seinen Kanon integrieren, das den menschgemachten Klimawandel bezweifelt. Wie kann es nur geschehen, daß einer nicht mal besonders herausragend besetzten Kommission eine derartige Interpretationshoheit über die öffentliche Debatte zugewiesen wird? Daß ihr Kanon gleichsam als entscheidende Qualitätssicherung in der Klimaforschung angesehen wird? Daß mithin alles, was sie nicht berücksichtigt, auch nicht als wertvoll genug angesehen wird, durch irgendwen anders berücksichtigt zu werden? Ein Farmer aus Gambia, ein Ökonom aus Indien, eine Wasserbauingenieurin aus Venezuala erklären uns (neben 27 anderen), wie das Klima funktioniert und wie es sich entwickelt?

Nein, wir wissen nichts über das Klima. Alles, was wir mit einiger Sicherheit sagen können ist, daß die Temperaturen auf unserem Planeten seit einigen hundert Millionen Jahren immer in Bereichen liegen, in denen vielzelliges Leben möglich ist. Es scheint sich also um eine Art selbstorganisiertes System zu handeln, gesteuert durch eine Vielzahl an Rückkopplungsmechanismen. Mehr wissen wir nicht. Und alle Wissenschaft, die wir in den letzten hundert Jahren dazu durchgeführt haben, hat als wesentliches Resultat nur eine Erweiterung unserer Wissenslücken erbracht, nur mehr Kenntnis über die Menge an Mechanismen, über die wir noch nicht ausreichend Bescheid wissen.

Wissenschaft entwickelt sich dynamisch. Viel dynamischer, als es unser Klima tut. Aber Wissenschaft hat kein klares Ziel. Es sieht so aus, als wenn wir immer besser über die Natur Bescheid wüßten, denn die fortschreitende Wissenschaft ermöglicht uns immer mehr und bessere technische Systeme. Aber das ist nur eine Illusion. In Wahrheit vergrößert all unsere Wissenschaft nur den Raum des Unbekannten, ermöglicht uns nur immer neue Vorstöße in diesen, die letztlich in immer neue technische Spielereien münden.

Und vor diesem Hintergrund sitzen derzeit in Heiligendamm 8 Staatschef beieinander, Staatschefs, deren Gesellschaften in einem Jahr nicht so viel Energie umsetzen wie ein großes Erdbeben, ein großer Vulkan, ein großer Hurrikan in wenigen Sekunden oder Minuten. Und unter diesen Staatschefs gibt es einige, die glauben, sie könnten eine eventuelle Erwärmung des Klimas auf maximal 2 Grad begrenzen, durch welche Maßnahme auch immer. Die glauben, wir könnten das Klima steuern und beherrschen.

Der Artikel oben ist so bedeutend, weil er vor allem auf die gesellschaftlich wirkenden Mechanismen hinweist, die mit einem Modernen Mythos wie der menschgemachten Klimaänderung zwangsläufig einhergehen. Ganz unabhängig davon, ob man der einen oder der anderen wissenschaftlichen Ansicht zuneigt, so muß doch jedem mit klarem Verstand deutlich sein, welche Gefahren solche Mechanismen aufweisen. Wie auf diese Art und Weise, mithilfe selbsterfüllender Prophezeiungen und einer unheiligen Allianz von Wissenschaft, Politik, Medien und Industrie ein Popanz geschaffen werden kann. Wie auf diese Art und Weise Menschen in großer Zahl manipuliert werden können. Und wie auf diese Art und Weise dies mit jedem beliebigen Thema geschehen kann.

Ich könnte einen vergleichbaren Artikel über das Waldsterben schreiben. Auch ich war einst ein gläubiger Jünger dieses Mythos. Ich mußte erkennen, wie sehr ich mich habe instrumentalisieren lassen, wie sehr ich meine eigene Vernunft, meinen eigenen Verstand gleichschalten ließ.

David Evans schreibt „die Integrität der Wissenschaft wird am Ende gewinnen“. Beim Waldsterben war es so. Beim Klimawandel aber habe ich Angst. Wenn wir nicht alle – ob wir nun an die Klimawirksamkeit von CO2 glauben oder nicht – endlich aufstehen und der Politik sagen: „So nicht!“, dann befürchte ich, wird die Integrität der Wissenschaft dauerhaft Schaden nehmen.

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