Archiv für März 2007

Einstellungsschutz

Abgelegt unter Politik am 30. März 2007 von Trafo

Wenn der Herr Minister den Wecker stellt.

Üblicherweise läutet der Wecker von Alexander B. – wir nennen ihn in der Folge einfach Alex – um acht Uhr. Doch heute ist alles anders, denn Alex hat einen Termin, den Termin seines Lebens – seinen neuen Lebens. Vor wenigen Monaten hatte er einen schweren Autounfall bei dem er schuldlos zum Handkuss gekommen war und seit dem ist er ab der Hüfte gelähmt. Rollstuhl! Lebenslang! Doch heute ist alles anders. Der Wecker läutet um vier Uhr, er hat Mühe sich seinen Anzug anzuziehen, er ist nervös, aber er freut sich, er ist zurück!

Um 08:30 Uhr trifft er sich mit Harald V., einem Unternehmer mit 150 Mitarbeitern – IT-Branche. Herr V. bittet ihn in sein Büro und Alex legt los: Er wisse, dass seine Behinderung ein Handikap sei, nicht nur für ihn, auch für das Unternehmen, aber er sei gut, wirklich gut, Programmierer mit Leib und Seele, (und er legt Zeugnisse vor, beweist es anhand seines Lebenslaufes, nennt Referenzen, die auf einen Anruf warten würden) er wolle keine Privilegien, wäre bereit auf den Kündigungsschutz zu verzichten, die Probezeit auszudehnen, sogar unter Kollektiv zu arbeiten, man könne ja später über eine Gehaltserhöhung reden, nachdem er beweisen konnte, wie viel er tatsächlich wert sei, er würde sich auch selbständig machen und dann eben Aufträge für V. erledigen. Kurzum: er würde alles machen, um seine Qualitäten unter Beweis zu stellen, ohne Rücksicht auf seine Behinderung. Alex war nervös, aber er fühlte sich gut.

Harald V. holte tief Luft: Eine Umgehung des Kündigungsschutzes sei nicht möglich. Sollte er Alex kündigen wollen, müsse er einen Antrag stellen, dessen Überprüfung sich regelmäßig in die Länge ziehe, er müsse dann beweisen, dass es keine andere Stelle für Alex gibt, er müsse sich unter Umständen von einem anderen Mitarbeiter trennen. Eine Ausdehnung der Probezeit sei ebenfalls nicht möglich, ein Angestellter könne das Gesetz nicht zu seinem Ungunsten umgehen. Eine Bezahlung unter Kollektiv würde die Gewerkschaft auf den Plan rufen, die angesprochene Selbständigkeit könne als Scheinselbständigkeit ausgelegt werden, wofür er zur Rechenschaft gezogen würde. Sollte Alex nicht in der Lage sein, den Qualitätsansprüchen gerecht zu werden – und das müsse man zumindest in Betracht ziehen – würde V. sein Unternehmen in eine Lage manövrieren, die ihn eine Menge Geld und Zeit kosten könnte. Das Risiko sei einfach zu groß! Alex war nun nicht mehr nervös, aber er fühlte sich auch nicht mehr gut. Um 09:30 Uhr verabschieden sich die beiden.

Um 10:30 ist Alex wieder zu Hause. Im Briefkasten findet er die Tageszeitung. “Arbeitsplatzoffensive für Behinderte” liest er. Der Herr Minister wolle fünf Millionen Euro mehr für Beschäftigungsmaßnahmen, denn die Zahl der arbeitslosen Behinderten sei um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während die nicht-behinderten Arbeitslosen um 6,2 Prozent abgenommen hätten. Der Minister wisse noch nicht warum das so sei, aber er wolle auf jeden Fall etwas unternehmen. Straffung des Kündigungsschutzes, höhere, progressiv gestaffelte, Strafen für Unternehmen die das Kontingent nicht erfüllten, Verschärfung der Probezeit-Bestimmungen.

Alex rollt zu seinem Bett und stellt den Wecker wieder auf acht Uhr. Danke Herr Minister.

Quelle: liberty.li

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Darwin Award für Klima-Apologeten

Abgelegt unter Politik, Wissenschaft am 13. März 2007 von Trafo

Auf der Suche nach der globalen Erwärmung am Nordpol können schon mal Zehen abfrieren:

They were clearly not far from their Darwin Awards that are given to the people whose death measurably increases the genetic quality of the mankind because the dead people demonstrate unusual stupidity that leads to their death. Much like the hijackers who believe that they will be given virgins in the Heaven, they must actually believe that there is a global warming that will protect them from frostbites at the North Pole. It’s just like the Christian fundamentalists who believe that God will protect them from a lion.

Das mit den Awards hat dann doch nicht so ganz hingehauen:

Well, at least these two women succeeded in bringing attention to global warming. And how do these wise women who “sounded extremely cold”, as the third woman said, explain their experience when they’re safe again? Has the story changed anything about their opinions?

You may guess. At least for the third woman who planned the trip, the answer is a resounding No: “But one of the things we see with global warming is unpredictability,” Atwood said. Her belief is based on dogmas and no experience could ever influence it, not even if she brings two friends of her near death. These are women who want to teach the world.

Some Christian fundamentalists are crazy but I haven’t seen a Christian who would be comparably blinded as Ann Atwood – I haven’t seen such a Christian at least for 10 years. Well, I am not sure whether Arnesen and Bancroft, two veteran explorers, share Atwood’s opinions. If they don’t, they will probably agree with me that an environmentalist is a person who is ready to sacrifice your life for her insane beliefs.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Quelle: The Reference Frame

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Al Gore

Abgelegt unter Politik, Wissenschaft am 1. März 2007 von Trafo

Al Gore

Financial Post: The gods are laughing

und:

Gore’s mansion [20-room, eight-bathroom], located in the posh Belle Meade area of Nashville, consumes more electricity every month than the average American household uses in an entire year, according to the Nashville Electric Service (NES).

In his documentary, the former Vice President calls on Americans to conserve energy by reducing electricity consumption at home.

The average household in America consumes 10,656 kilowatt-hours (kWh) per year, according to the Department of Energy. In 2006, Gore devoured nearly 221,000 kWh—more than 20 times the national average.

Last August alone, Gore burned through 22,619 kWh—guzzling more than twice the electricity in one month than an average American family uses in an entire year. As a result of his energy consumption, Gore’s average monthly electric bill topped $1,359.

Since the release of An Inconvenient Truth, Gore’s energy consumption has increased from an average of 16,200 kWh per month in 2005, to 18,400 kWh per month in 2006.

Gore’s extravagant energy use does not stop at his electric bill. Natural gas bills for Gore’s mansion and guest house averaged $1,080 per month last year.

“As the spokesman of choice for the global warming movement, Al Gore has to be willing to walk the walk, not just talk the talk, when it comes to home energy use,” said Tennessee Center for Policy Research President Drew Johnson.

In total, Gore paid nearly $30,000 in combined electricity and natural gas bills for his Nashville estate in 2006.

The Reference Frame: Gore mansion: 20x average household
Tennessee Center for Policy Research

Ergänzung:
Für diejenigen, die an Verschwörungen glauben:
Gore in ASCII

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