Archiv für November 2005

Wir werden das wuppen…

Abgelegt unter Politik am 30. November 2005 von Trafo

…wenn nicht die Ressourcen für irgendeinen Nachhaltigkeitsschwachsinn ausgegeben werden!

Cool down, bitte
Zum emotionalen Streit ums Klima
Von Dirk Maxeiner

Klimaforscher warnen seit Jahren vor einer weiteren Erwärmung der Erdatmosphäre und vor allem die europäischen Staaten drängen auf eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen. Unberücksichtigt bleibt dabei jedoch, dass es in der Erdgeschichte dauernd Klimaveränderungen gegeben hat und dass Armutsbekämpfung auf Dauer wohl der beste Klimaschutz ist.

Die Natur schlägt zurück und der Mensch muss für sein frevelhaftes Tun büßen. Das Nachrichtenmagazin “Spiegel” sieht ein “ökologisches Hiroshima” voraus. Und dessen Ausmaß, da sind sich die Kollegen von “Die Zeit” sicher, “könnte allenfalls ein pathologischer Ignorant bezweifeln”. Die beiden Zitate stammen nicht von heute, sondern aus den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Damals waren sich Wissenschaft und Zeitgeist so gut wie einig, dass das letzte Stündlein des deutschen Waldes geschlagen habe. Heute wissen wir, dass die Wälder damals sogar in der Fläche zunahmen. Außerdem wissen wir, dass die beobachteten Schäden auf lokale Luftverschmutzung durch Kraftwerke und natürliche Ursachen zurückgingen. Ein flächendeckendes Waldsterben hat es in Deutschland nie gegeben.

Es ist schon frappierend: Wer die damaligen Debatte zum Waldsterben mit der gegenwärtigen Debatte zur Klimakatastrophe vergleicht, braucht eigentlich nur die Begriffe auszutauschen. Auch heute ist die Wissenschaft sich angeblich vollkommen einig – und wer vorsichtige Zweifel äußert ist ein pathologischer Leugner, ein Irrer oder wurde von finsteren Mächten gekauft. Heute wie damals ist die Debatte von drei Dingen gekennzeichnet: ständige Wiederholung, vereinfachte Schuldzuweisung und emotionale Aufladung. Dies sind Erfolgsmuster klassischer Propaganda. Und deshalb sollte eine gewisse Skepsis erlaubt sein.

Halten wir deshalb einmal kurz fest: Was ist unter Klimaforschern wirklich Konsens und was nicht:

Erstens: Die globale Durchschnittstemperatur ist in den vergangnen 100 Jahren um etwa 0,6 Grad gestiegen.
Zweitens: 6,2 Milliarden Menschen mit ihren 20 Milliarden Haustieren, ihren Feuerstellen, Autos, Fabriken und Kraftwerken sind zweifellos ein Klimafaktor.
Drittens: Der Kohlendioxidanteil in der Atmosphäre steigt aufgrund der Verbrennung fossiler Rohstoffe an. Das führt tendenziell zu einer Erwärmung – es sei denn, andere Einflüsse würden diesen Effekt kompensieren.

Alles andere ist heftig umstritten. Besonders die Frage: Wie gewichtig ist der Einfluss des Menschen verglichen mit natürlichen Faktoren? Wir dürfen ja nicht vergessen: Etwa die Hälfte der Erwärmung der letzten 100 Jahre fand vor 1940 statt, als die Kohlendioxid-Emissionen noch keine große Rolle gespielt haben können. Auch gab es etwa im mittelalterlichen Klimaoptimum schon ähnlich hohe Temperaturen wie heute. Zu den wissenschaftlichen Streitfragen kommt dann noch die politische Auseinandersetzung. Also die Frage: Wie geht man mit dem Problem um?

Bei der aktuellen Klimakonferenz in Montreal stehen sich im Grunde zwei Denkschulen gegenüber. Die einen sind auf die Rationierung der Kohlendioxid-Emissionen nach Art des Kyoto-Protokolls fixiert – je drastischer, desto besser und egal wie hoch die Kosten sind. Dahinter steht im Grunde die Vorstellung, man müsse nur das Kohlendioxid stabilisieren und schon bleibe das Klima wie es ist. Davon kann aber keine Rede sein. Wenn in der Erdgeschichte etwas beständig war, dann der Klimawandel. Und daran wird sich auch nichts ändern – ganz unabhängig vom Menschen.

Und hier kommt die zweite Denkschule ins Spiel: Sie setzt zunächst einmal auf Anpassungsmaßnahmen – weil die in jedem Fall wirksam sind, egal ob ein Sturm oder eine Flut nun vom Menschen gemacht oder natürlichen Ursprungs ist. Dem Kyoto-Protokoll werfen sie seine vollkommene Unwirksamkeit vor: Selbst dessen Unterzeichner räumen ja ein, dass die Vereinbarung bis zum Jahr 2050 bestenfalls eine Temperaturverminderung von wenigen Hundertstel Grad bringen wird – was noch nicht einmal messbar ist. Und das kostet Schätzungen zu Folge jährlich ein Mehrfaches der gesamten globalen Entwicklungshilfe.

Geld kann man aber nur einmal ausgeben, und so ergeben sich einige unangenehme Fragen. Beispielsweise diese: Sollen wir Unsummen ausgeben, damit der Wasserstand in Bangladesh in 100 Jahren um zehn Zentimeter weniger ansteigt? Oder helfen wir den Menschen dort wirkungsvoller, indem wir ihnen heute Schutzbauten finanzieren?

Der deutsche Klimaforscher Hans von Storch, der vom menschengemachten Einfluss auf das Klima überzeugt ist, sagt: “Bislang wird jede Forderung, sich an den Klimawandel anzupassen, verteufelt oder als unmoralisch dargestellt. Unterschwellig wird unterstellt, dass man das Böse einfach hinnimmt oder den Klimawandel sogar gut findet. Doch mir geht es um den rationalen Umgang mit etwas Unausweichlichem. Wir müssen den Menschen die Angst vor der Klimaveränderung nehmen. Wir werden das wuppen.”

Angstkampagnen und moralische Schuldzuweisungen bringen überhaupt nichts. Anstatt pragmatische und ökonomische Argumente zu verteufeln, ist es höchste Zeit einmal zuzuhören. Auch den USA! Und die Amerikaner sagen: Nur wachsende Volkswirtschaften werden in der Lage sein, die für Emissionssenkungen notwendigen Technologien zu entwickeln. Nur wohlhabende Nationen werden sich an natürliche oder vom Menschen gemachte Klimaveränderungen anpassen können. Armutsbekämpfung ist auf Dauer der beste Klimaschutz.

Das ist wohl auch der Grund, warum sich China und Indien einer freiwilligen Klimainitiative der USA angeschlossen haben – und nicht dem Kyoto-Protokoll.

Quelle: DeutschlandRadio Kultur via Apocalypso

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Neoliberalsozial

Abgelegt unter Politik am 30. November 2005 von Trafo

Wer etwas gegen (Neo)Liberale hat soll das hier lesen:

Der Liberalismus ist sozial

Der gute Samariter – ein echter Liberaler

via LibLog

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Rot-Grün wirkt nach…

Abgelegt unter Politik am 29. November 2005 von Trafo

Dadurch wurden doch bestimmt Arbeitsplätze geschaffen:

Die Belastung durch den Strompreis hat sich seit 1998 auf 12,16 Mrd. Euro verfünffacht, davon 6,6, Mrd. Euro Stromsteuer, 3,49 Mrd. Euro Energie-Einspeise-Gesetz (EEG) und Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, 2,07 Mrd. Euro Konzessionsabgabe (VDEW 10/2005).

Gefunden in den “Kurzinfos Nr.173

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Wie gewonnen, so zerronnen

Abgelegt unter Politik am 24. November 2005 von Trafo

Ein ganz besonders schönes Beispiel für ungewollte oder ignorierte Konsequenzen umweltpolitischer Vorhaben der Europäischen Union ist die Richtlinie zur Förderung von Biokraftstoffen im Verkehrssektor. Die Richtlinie schreibt vor, dass die Mitgliedsländer nach einem vorab festgelegten Zeitplan Mindestanteile an Biokraftstoffen auf ihren Kraftstoffmärkten sicherstellen. In der aktuellen Ausgabe des New Scientist ist jetzt zu lesen, dass bereits heute tropische Wälder dem Anbau der Rohstoffe (Palmöl, Sojabohnenöl) der Herstellung von Biokraftstoffe für Europa und die USA zum Opfer fallen. Die EU schafft es einmal mehr, sich mit aktionistischer Klimapolitik zu Lasten der Umwelt in der Dritten Welt zu profilieren. Langsam weiß man wirklich nicht mehr, ob die Natur eher vor dem anthropogenen Klimawandel oder vor einem kurzsichtigen Klimaschutz bewahrt werden muß.

Quelle: Mit dem Kopf voran

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Antidiskriminierungsauswirkungen

Abgelegt unter Spass am 24. November 2005 von Trafo

oder “wie behindert muss ein Mann werden, um eine Frau zu sein?”

[...] Irrsinn der Quote: Was zählt mehr, Frau-sein oder farbiger Migrant, männlich? Was zählt mehr? -Farbiger Migrant mit 20% Behinderung oder Frau-sein, deutsch, 10% Behinderung? -Sticht der homosexuelle Migrant, farbig, 20% Behinderung, eine Frau, deutsch, 10% Behinderung, nicht lesbisch, Raucherin, eigentlich aus? Oder nicht? Wievielen Prozentpunkten männlicher Behinderung entspricht eigentlich die vorgebliche Behinderung, weiblich zu sein? [...]

Quelle: Politically Incorrect

Ergänzung:

Hier die pragmatische Unterstützung für begrenzte Förderung von Minderheiten von Statler & Waldorf. (Ich will ja nicht zu polemisch sein) ;-)

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Rosinenpicker

Abgelegt unter Politik am 23. November 2005 von Trafo

Die Europäer können jetzt im Iran zeigen, ob sie außenpolitisch eine wichtige Rolle spielen wollen. Ich habe da so meine Zweifel, schließlich sind bis jetzt alle auf das Mullahverarschungsspiel reingefallen und kurzfristige (moralische) Gewinne kann man ja auch noch machen. Am Ende müssen die Amerikaner wieder die Drecksarbeit erledigen…

Natürlich kann man auch fragen, was die Europäer auf anderen Schauplätzen versucht haben: Nordkorea, Sudan, Tschetschenien…

[...] Für die von der sudanesischen Regierung zu verantworteten Massenmorde in Darfur gibt es hierzulande kein Interesse. Gäbe es eine amerikanisch geführte Intervention, wäre Darfur in den Schlagzeilen.

Würde sich Europa, würden sich europäische Staaten stärker mit den globalen Problemen beschäftigen, eigene politische Strategien entwickeln und eigene politische Aktivitäten entfalten, dann würde es aus der Position der Inferiorität gegenüber Amerika herauskommen. Dann wäre es Akteur auf der Weltbühne; mit allen Vorteilen, aber auch mit allen Lasten.

Doch möglicherweise will man das gar nicht. Die gegenwärtige Position ist höchst bequem. Man trägt keinerlei Verantwortung, nimmt seine ökonomischen Interessen im Windschatten amerikanischer Weltpolitik wahr – und prangert die Fehler amerikanischer Weltpolitik an, streicht also auch noch die moralische Dividende ein.

Man wiegt sich im Gefühl der Superiorität, was um so leichter fällt, als diese Überlegenheit nur selten an der Realität überprüft wird. Wenn die Realität doch einmal einbricht, wird sie umgehend weggeschoben. Dass deutsche Großkonzerne sich von Saddam Husseins Regime haben bestechen lassen, hat in Deutschland keine Schlagzeilen gemacht.

Was nicht sein darf, ist nicht. Denn Deutschland ist Friedensmacht. Wahrscheinlich die größte aller Zeiten.

Quelle: Kosmoblog

Ergänzung:

Ulrich Speck geht in einem weiteren Beitrag im Kosmoblog auf die Situation im nahen Osten ein. Die Vorzeichen scheinen auf einen neuen kalten Krieg hinauszulaufen. Leider etwas pessimistisch, ich hoffe immer noch auf einen Einmarsch der Amerikaner im Iran.

[...] Israel stellt sich darauf ein, dass Teheran die Bombe baut. Deutschland stellt sich darauf ein. Und liefert, gewissermaßen als Trostpflaster für das Scheitern der EU3-Verhandlungen, Israel die Ausrüstung [U-Boote] zur Abschreckung.

Die Alternative zu einem nuklear bewaffneten Iran ist ein militärisch eroberter und besetzter Iran. Alle anderen Optionen scheiden aus. Weder ist Zeit, auf eine Transformation zur Demokratie zu warten. Noch kann man mit gezielten Militärschlägen vorgehen – Teheran schreckt ab mit der Terrordrohung in der Region, von Irak bis Gaza. Zur Eroberung und Besetzung des Iran ist aber niemand bereit. Also nimmt man die Bombe in Kauf und bereitet sich auf die neue Sicherheitslage vor.

Man wird noch weiter mit dem Iran verhandeln, um zu sehen, ob nicht doch etwas geht. Aller Voraussicht nach wird aber nichts gehen. Also sollte man zugleich damit beginnen, an einer neuen Sicherheitsarchitektur für die Region zu arbeiten – um, wenn es soweit ist, etwas aus der Tasche ziehen zu können.

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money for nothing

Abgelegt unter Politik am 22. November 2005 von Trafo

Die meisten US-Filme sind sowieso besser als deutsche Produktionen, aber müssen deshalb Steuerzahler statt Kinogänger Hollywoodfilme bezahlen?
Episode 08/15 aus dem deutschen Subventions – Verordnungs – Bürokratie – Steuer – Dschungel in Deutschland:

Fascinating. Germany sets up a complex tax-incentive scheme to help subsidize German films. According to this Slate article, lawyers in Hollywood and Germany figure out how to structure a complex sale-leaseback transaction to turn it into a tax-shelter: [...]
Paramount, for example, made between $70 million to $90 million in 2003 alone from the German tax shelter, which accounted for a large portion of its studio profits. As one Paramount executive told me, it was truly “money for nothing.” [...]

Quelle: German Joys

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Umweltsünder zwangsumsiedeln!

Abgelegt unter Politik am 21. November 2005 von Trafo

Dieser Forderung würden einige Öko-Gutmenschen bestimmt gerne beipflichten. Schließlich tut ein Öko-Urlaub in der unberührten Natur am anderen Ende der Welt ja auch ganz gut.
Aber was, wenn Ureinwohner zwangsumgesiedelt werden, weil sie das Land bewirtschaften? Geht nicht? Gibt’s aber schon!

[...] “Men in uniform just appeared one day, out of nowhere, showing their guns, [...] and telling us that we were now living in a national park. That was the first we knew of it. Our own guns were confiscated . . . no more hunting, no more trapping, no more snaring, and no more “slash and burn.” That’s what they call our agriculture. We call it crop rotation and we’ve been doing it in this valley for over two hundred years. Soon we will be forced to sell rice to pay for greens and legumes we are no longer allowed to grow here.” [...]

Da wird dem Ausdruck “Ökostalinismus” alle Ehre erwiesen…

Quellen: Orion Magazine via EnviroSpin Watch

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Wer hat’s erfunden?

Abgelegt unter Politik am 21. November 2005 von Trafo

Ist das Inspiration für “Wir sind Deutschland” fragt der Freiheitsliebende:

Sie sind Deutschland. Wenn Sie handeln, handelt die Nation. Wenn Sie richten, richtet das Volk!

Woher stammt wohl dieser Ausspruch?

Ergänzung:

Du bist Deutschland

Quelle: Der Zyniker

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Indianersozialismus

Abgelegt unter Politik am 18. November 2005 von Trafo

Schüler, Studenten, Buchleser und Fernsehzuschauer werden tagtäglich von jenem sanft-sozialistischen Nebel umgarnt, in dessen grauen Schattierungen die prä-kapitalistische Zeit als bäuerliches Paradies auf Erden zu erkennen ist, während die industrielle Revolution als jenes Ergebnis gebrandmarkt wird, das uns endgültig aus jenem farben- und duftreichen Leben entriß und den Menschen in die Fesseln des Kapitals legt. Eine Variante dieser unhaltbaren Vorstellung ist der weitverbreitete Mythos, die Indianer Amerikas lebten vor der Eroberung durch die bösen, weißen, kapitalistischen Europäer ebenfalls in diesem Paradies und schützten die Fauna und Flora wie ihren eigenen Augapfel. Larry Schweikart räumt in dem Artikel “Buffaloed: The Myth and Reality of Bison in America” mit diesem Mythos auf und zeigt, daß ohne Kapitalismus das Bison das typische Schicksal der “Tragödie der Allmende” ereilt hätte – die Ausrottung.

Eine der wichtigsten Grundregeln der Ökonomie lautet, daß im Überfluß vorhandene Güter wenig Wert haben, weswegen mit diesen nicht sonderlich sorgfältig umgegangen wird. Besonders nomadische Gesellschaften, wie die Indianer, brauchten daher wenig Rücksicht auf das “ökologische Gleichgewicht” legen. Gab das Land nichts mehr her, weil es rücksichtslos ausgebeutet war, zog man einfach weiter:

The first myth they explode is that of the “natural” Indian who lived in harmony with nature-unlike the greedy Europeans who conquered the continent. Instead, the authors [der Studien, auf die sich Schweikart beruft] unveil evidence of communal economies that engaged in large-scale burning to “clear” forests and also to kill game. “Controlled” burns by the Indians often got out of control, and without modern firefighting equipment, flashed through forests, destroying everything in their path. Deer, beaver, and birds of all sorts were already on a trajectory to extinction in some areas, because over and above the hunting done by Indians, natural predators and disasters thinned herds. Isenberg wonders whether the North American bison herd was already falling below replacement levels before white hunters arrived.

Ebenso wenig entspricht es der Realität, daß die Indianer, sobald ein Bison erlegt war, gutes wie schlechtes Fleisch, Knochen und Fell nutzten. Ganz im Gegenteil:

After stripping the best meat and some useful parts, the Indians left the remainder to rot. The stench permeated the prairie for miles, and many a pioneer came across acres of bones from buffalo killed by the Indians before they moved on.

Ein klassisches Beispiel einer “Tragödie der Allmende.” Warum sollte ein Indianer in der Abwesenheit von Eigentumsrechten Zeit und Geduld in die mögliche Weiterverarbeitung des Bisons investieren oder weniger schmackhaftes Fleisch essen, wenn dies nur bedeutet hätte, daß andere ihm die besten Stücke der anderen frei herumlaufenden Bisons wegegessen hätten. Deshalb war es vollkommen rational, sich nicht lang mit einem erlegten Bison aufzuhalten, sondern so schnell als möglich weitere “öffentliche Güter” zu erlegen. So blieb es, wie nicht anders zu erwarten, der Einführung von Eigentumsrechten und damit der Marktwirtschaft vorbehalten, die völlige Ausrottung der Bisons zu verhindern. Ebenso wenig überraschend zählten ausnahmslos Kapitalisten der Ostküste zu den Ersten, die sich um das Überleben der Bisons annahmen. Da für Städter die Natur als relativ knappes Gut an Wert gewinnt, sind sie bereit für den Genuß des Gutes “Natur” Geld zu zahlen:

These advocates of preservation were primarily Western ranchers who speculated that ownership of the few remaining bison could be profitable and elite Easterners possessed of a nostalgic urge to recreate . . . the frontier” (emphasis added). Credit goes to the private sector, through formation of the American Bison Society in 1905, virtually all of whose members were from New York, New Jersey, Pennsylvania, or New England. A few sought to preserve the buffalo. Some sought to develop cattle/bison hybrids called “beefalo,” but others, including banker J. P. Morgan, focused on establishing open-range reserves where “the buffalo roam.” He funded a 20,000-acre tract in Colorado and stocked it with buffalo.

Auch wenn vielen Grün-Wählern es nicht schmecken wird. Wer die Umwelt schützen will, muß bedingungslos für den Kapitalismus eintreten. Nicht die unwissenschaftliche Verklärung der Vergangenheit, nicht die unsicheren Subventionen für Windräder helfen Euch bei der Erreichung Eures Ziels, sondern die stabilen Eigentumsrechte des Kapitalismus. Und ein wenig Gottvertrauen in den Menschen.

Quelle: liberty.li

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Weltuntergang wegen Nachtisch

Abgelegt unter Politik, Spass am 17. November 2005 von Trafo

Global warming and rise in sea-levels linked to obesity

British scientists have confirmed that recent rises in UK temperatures and sea levels are directly linked to the obesity rate and not to pollution levels as was originally thought.

Doctor Greg Mullet of the British Medical Association, said: “The BMA has carried out its most extensive research effort ever over the past couple of days. We have identified that the rise in UK temperatures is due to the increased calorie intake of some of our population, equivalent to an additional 29.597 billion Giga-Joules of heat energy, and that the ‘perceived rise’ in sea levels around the UK is simply due to the fact that the UK is sinking with the increased weight of its population”.

“We can also back these findings with archaeological evidence that shows this has happened before. Not many people are aware that around 600 years ago, next to the Isle of Wight, was the ‘Isle of Left’ whose major exports were chocolate and sponge cakes. This island sank without trace around the year 1376 with no survivors – as all the boats sank when the population tried to leave.”

The BMA report also highlights links to the number of motorway repairs, cracks in pavements, and the reduction in the number of carriages that can now be pulled by the average British locomotive. The report also identifies that a minor tsunami on Blackpool beach earlier this year was caused by two members of the Mullet family, on holiday from Sheffield, entering the water at the same time.

Professor Douglas Ramsbottom of the global research organisation ‘Scientists for Lowering Obesity’ (SLOB) said: “With one in five of the British population officially classed as a ’salad-dodger’, we believe at this rate of increase in obesity that the UK will be totally submerged in about fifty years.”

According to a Downing Street spokesman: “The government is taking the report seriously and considering a variety of options, including forcibly redistributing some of the population more evenly across the UK, and sending John Prescott as Ambassador to Iran.”

DeadBrain via Achse des Guten

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Woher die Wut wirklich kommt

Abgelegt unter Politik am 17. November 2005 von Trafo

Warum bloß zünden in Frankreich zwar arme islamische Immigranten, nicht aber arme buddhistische Immigranten die Vorstadt an?

Der wesentliche Unterschied zwischen der Regierung in Washington und je ner in Paris schien in den vergangenen zwei Wochen zu sein, dass die US-Regierung nicht imstande war, im Irak für Recht und Ordnung zu sorgen, während die französische nicht imstande war, in Frankreich für Recht und Ordnung zu sorgen.

Doch auch wenn die Ankündigung der Brandstifter, “aus Paris Bagdad machen” zu wollen, eine milieubedingte Großmäuligkeit gewesen ist: Es stellt sich dringend die unbequeme Frage, warum nahezu ausschließlich junge Muslime mit zum Teil bemerkenswerter Brutalität gegen Unbeteiligte vorgingen (und etwa eine nahezu gelähmte Frau mit Benzin durchnässten und anzündeten).

Die Frage stellt sich um so dringender, als in Frankreich zwar besonders viele Muslime, aber auch eine ganze Reihe anderer ethnischer Gruppen – wie etwa vietnamesische Flüchtlinge – keine besonders tollen sozialen Startchancen vorfanden. Nur: Die meisten Vietnamesen ziehen es vor, Restaurants zu gründen anstatt zum Spaß Behinderte anzuzünden.

Man wird also den bei der Gelegenheit evident gewordenen Konkurs des in Frankreich hochgehaltenen Modells des europäischen Sozialstaates nur sehr teilweise zur Erklärung der Euro-Intifada heranziehen können. Den zweiten Teil liefert der brillante Historiker Dan Diner in seinem Buch “Versiegelte Zeit – Über den Stillstand in der islamischen Welt”, in dem er die vielen Gründe auflistet, warum die islamischen Staaten in ihrer Entwicklung gar so rückständig sind.

Es sind vermutlich im Kern die gleichen Gründe, die die Jungs auf der arabischen Straße in Paris davon abhält, sich auch nur halbwegs anständig zu entwickeln: eine religiös inspirierte Kultur, die jeden wissenschaftlichen, sozialen, ökonomischen oder politischen Fortschritt nur unter einem kräftigen Glaubensvorbehalt zulässt, wenn überhaupt (im arabischen 300-Millionen-Menschen-Markt erschienen 1996 nicht einmal 2000 Buchtitel; in den kleineren USA waren es im selben Jahr weit über 100.000). Und: eine Kultur, die jede Integration – von Assimilation ganz zu schweigen – unter einen noch schwereren Glaubensvorbehalt stellt. Wer aus einem derartigen Milieu stammt, startet in einer kompetitiven Wissensgesellschaft wie der europäischen sozusagen mit zwei Eisenkugeln am Bein ins Leben.

Worauf in den zahllosen islamischen Exklaven Frankreichs wohl dasselbe geschieht wie in Damaskus, Kairo oder Amman: Die vom Islam seit jeher behauptete Überlegenheit prallt äußerst schmerzhaft mit einer Realität zusammen, in der er sich als Hypothek erweist, jedenfalls in der Welt, die so ist, wie sie nun einmal ist. Dabei entsteht ganz schön viel ohnmächtige Wut, die zur Entladung drängt; da wie dort übrigens.

Dass nun etwa die Polizisten in Brüssel angewiesen wurden, während des Ramadan mit Rücksicht auf muslimische Gefühle tagsüber nicht mehr öffentlich Kaffee zu trinken, ist ja herzig. Eine eher ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Islam wird dergleichen leider nicht ersetzen können.

Quelle: Die Presse via PI

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München 1938 – Genf 2005

Abgelegt unter Politik am 15. November 2005 von Trafo

Man sollte sich nicht wundern, wenn man in einigen Jahren Atompilze über Israel und später dann europäischen Ländern aufsteigen sieht. Während sich die Intellektuellen im Appeasement üben, müssen die Mullahs nur noch die Sprengköpfe auf die Schahab-Raketen schrauben und loslegen…

Wie wird es nach den Drohungen aus Teheran weitergehen? Weiter verhandeln? Und dann sagt Achmadinejad in einem halben Jahr wieder: “Ätsch, wir haben die Verhandlungen genutzt, um im Geheimen noch einen Schritt weiter zu kommen.”

Vgl. 1938. Verhandlungen sind besser als Drohungen. Verhandlungen sichern den Frieden. Man muß dem Diktator nur ein wenig entgegenkommen und ihn nicht durch wilde Drohungen verärgern. Dieser Churchill ist ein Irrer. Der fordert immer wieder aus der Opposition heraus, Hitler früh genug Einhalt zu gebieten. Dabei will der doch nur das Rheinland, Österreich und das Sudetenland. Daß er in einem Buch geschrieben hat, er wolle die Juden vernichten, darf man nicht so ernst nehmen, das ist doch nur deutsche Folklore. Und haben wir nicht die Deutschen so sehr gedemütigt und provoziert, daß wir uns nicht wundern dürfen, wenn sie auf Rüstung setzen?

Ein Zeichen für Bildung wäre die Transferleistung des in der Schule gelernten….aber die Mullahs haben ja keine braunen Uniformen an. Deshalb können wir auch nichts dafür, wenn wir den Holocaust wieder zu spät erkennen…

Quelle: freedomwatch

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Die andere Sicht

Abgelegt unter Politik am 11. November 2005 von Trafo

Die Randale aus Sicht eines ausländisch-stämmigen Europäers. Unsere politische Korrektheit schadet genau jenen, die wir damit unterstützen wollen. Am besten komplett lesen im Leserblog der Zeit:

Was glauben die Journalisten und die Leser ihrer Artikel, was diese „jugendlichen Randalierer“ vor eineinhalb Tagen den ganzen Tag getrieben haben? Waren sie vor 12 Tagen brave nette Jungs von nebenan, die alten Frauen die Einkaufstüten nach Hause getragen haben bevor sie heim gingen und sich wieder ihren Hausaufgaben widmeten? Ganz sicher nicht, diese „jugendlichen Randalierer“ sind die Jungs, wegen derer man sich Nachts nicht in die Banlieu nicht verirren sollte. Es sind die selben Jungs, wegen derer kein Lehrer an den Schulen der Vororte arbeiten möchte. Würde einer der Journalisten sich die Mühe geben und sie Fragen: „Wer von euch hier, der Anti-Sarkozy Parolen von sich gibt, hat einen Schulabschluss?“, wären sie überrascht, dass keiner die Hand heben wird.

Die „jugendlichen Randalierer“ möchten von der Gesellschaft respektiert werden und verlangen Chancengleichheit. Ich frage mich, was sie getan haben um sich diesen Respekt zu verdienen? [...]

Wir, die wir uns integriert haben, leiden unter der Existenz und Verhaltensweise dieser „jugendlichen Randalierer“ quer durch Europa. [...]

Also noch mal an die „jugendlichen Randalierer“ aus den Banlieus: Was habt ihr getan, das euch den Respekt der Gesellschaft zusichern sollte? Was habt ihr vor dem Beginn der Randale denn so getrieben, außer Raubüberfälle, Drogenhandel, Schlägereien und das Terrorisieren der Nachbarschaft? Ich verfluche all die „jugendlichen Randalierer“, die anstatt sich mit Büchern und Schule zu beschäftigen, eher Anektoden über ihre Narben und die lange Liste ihrer Fehltage in der Schule zum besten geben.

Diese nicht von der Gesellschaft, sondern in erster Linie von ihren Eltern aufgegebene Immigranten-Nachfolge-Generation gibt es nicht nur in Kreuzberg oder in Saint-Denis. Auch wer sich nach Einbruch der Dunkelheit im Londoner Stadtteil Brixton verläuft, kommt selten wieder heil heraus, dieser Stadtteil ist überwiegend von Schwarzen bewohnt. Das zu sagen ist kein Rassismus. Rassismus wäre, wenn ich sagte, die Schwarzen in Brixton seien so kriminell, weil sie Gene zur Kriminalität in sich trügen. [...]

Ich möchte aber an der Stelle meine eigene Leistung unterstreichen. Ich war es, der, von meinen Eltern angetrieben, nicht typischerweise in der Hauptschule landete, sondern Abitur machte. Ich bin derjenige gewesen, der sich mit Deutschen anfreundete und nicht einen ausschließlich ausländischen Freundeskreis suchte. Ich habe ein Studium begonnen und mich nicht nur in meiner „Heimat“ auf die Suche nach einer Frau gemacht.

Diese „jugendlichen Randalierer“ sind es, die Integrierten wie mir das Leben schwerer machen, und es gibt zahlreiche wie mich. Sie kennen eine lange Liste von Schuldigen an ihrem Schicksal, die aber die Namen ihrer Eltern und ihre eigenen nicht beinhaltet. Ganz oben auf der Liste steht in Frankreich der Name des Französischen Innenministers Nicolas Sarkozy, der die Brandstifter als Gesindel bezeichnet hatte. Ich bin froh, dass der Parteivorsitzende, der in Frankreich regierenden Konservativen Partei UMP solche Töne anschlägt. Denn ich habe mitbekommen wie der Wahlkampf verlief, der zu einem „Non“ zur Europäischen Verfassung führte. Auf Platz eins der Ablehnungsgründe war die Unzufriedenheit der Franzosen mit dem damaligen Premierminister, auf Platz 2 folgte ganz dicht das Verlangen vieler Franzosen nach einem Signal gegen den Beitritt der Türkei in die EU zu senden. An den Stammtischen wurde man deutlicher: „Wir haben genug Araber hier, wir brauchen nicht auch noch die Türken“, war der Tenor. [...]

Daher habe ich es satt, auf die westliche Gesellschaft einzuprügeln, es wird so langsam gefährlich – siehe auch die Ergebnisse der letzten Landtagswahlen in Sachsen oder den verlorenen Rückhalt der Volkparteien bei den letzten Bundestagswahlen.

Ich möchte politisch unkorrekt an uns ausländisch-stämmige Bürger in Europa appellieren. Wie viele Döner-Buden lassen sich noch in Deutschland und Frankreich eröffnen? Es wird Zeit, dass wir in Richtung anderer Berufe außer der niedrigeren tendieren und uns an die eigene Nase fassen. Warum sind Gymnasien so gut wie immigrantenfreie Zonen? Mir soll niemand erzählen, man würde bei der Einschreibung diskriminiert werden. Mir ist klar, nicht alle werden Ärzte und Anwälte werden. Aber der europäische Durchschnitt ist ein legitimes Ziel für Bewohner des blauen Kontinents mit Immigranten-Hintergrund. [...]

Die Presse berichtet zu einseitig und bringt [den Randalierern] meiner Meinung nach zu viel Verständnis entgegen. Und das sagt nicht einer, der ein Rassist ist, sondern einer, der sich hart, Zentimeter für Zentimeter in seinem Leben durchkämpfen musste und nun befürchtet, diesen Kampf um die Integration durch falsche und einseitige Berichterstattung zu verlieren.

via iblis

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Burning Down the House

Abgelegt unter Politik am 10. November 2005 von Trafo

Hier ein genialer Blogeintrag zu den französischen Unruhen aus dem Kosmoblog:

Zu den Randalierern:

[...] Elend und Ungerechtigkeit führen eben in den allermeisten Fällen nicht zu Gewalt. Es muss noch etwas hinzukommen. Dieses “etwas” ist auf der Ebene der Mentalitäten, Haltungen, Weltbilder, auf der Ebene der Ideen der Gewalttäter und ihres Milieu zu suchen. [...]

Die Selbstdefinition als Opfer ist politisch gefährlich, weil sie die Verantwortung für das eigene Handeln an andere delegiert – an diejenigen, die man als Täter anklagt. Das Opfer ist frei, Taten und Untaten zu begehen, weil es diese Verantwortung nicht besitzt. Denn die Taten und Untaten des Opfers werden nicht ihm zugerechnet, sondern denjenigen, die das Opfer zu einem solchen gemacht haben. Mit gutem Gewissen darf das Opfer seinen Aggressionen freien Lauf lassen – denn die Verantwortung dafür tragen ja andere. [...]

Zu den Ursachen der mangelnden Integration:

[...] Die Unruhen finden statt in einem Moment, in dem der französische Präsident Chacques Chirac alles daran setzt, die Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels zu blockieren. Stefan Theil hat, in einem Newsweek-Artikel, ausführlich die Vorreiterrolle Frankreichs in Sachen Protektionismus beschrieben: Close the door. Aus wirtschaftsliberaler Sicht gesehen sind die Arbeitslosen in den französischen Vorstädten die Opfer eben dieser Politik. [...]

Fazit: Ob die Gewalttaten, die zur Ausrufung des Ausnahmezustandes geführt haben, muslimisch, viktimologisch, hormonell oder republikanisch inspiriert sind – was die Bewohner der Banlieues brauchen, ist eine Lebensperspektive jenseits der Sozialhilfe.

Die Einwanderer und Einwandererkinder in Arbeit zu bringen ist auch das beste Rezept gegen eine Spaltung der Gesellschaft. Integration ist nicht primär eine Frage der gegenseitigen Zu- oder Abneigung, sondern eine Frage des wechselseitigen Nutzens. Wer sich braucht, gewöhnt sich auch aneinander. Im Arbeitsleben entwickeln sich gesellschaftliche Beziehungen und Bezüge von selbst. Ganz ohne staatliche Fürsorge. [...]

Quelle

siehe auch: Die Welt: Südafrikanische Lösung

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