Was bleibt vom Hype der globalen Erderwärmung?
Abgelegt unter Politik, Wissenschaft am 13. Juli 2010 von TrafoBasierend auf einem Vergleich mit ähnlichen Katastrophenprognosen, die von Wissenschaftlern, Politikern und Medien angetrieben wurden untersuchen Kesten Green von der University of South Australia und Scott Armstrong (noch vor Al Gore einer der 25 Most Famous College Professors Teaching Today) von der University of Pennsylvania in wie weit die vorhergesagten Katastrophen tatsächlich eingetreten sind, um Rückschlüsse für die Verlässlichkeit für die Prognose von Katastrophenszenarien abzuleiten. Eine Vorabversion ihrer Ergebnisse findet man unter http://marketing.wharton.upenn.edu/documents/research/AGW%20analogies66JSA.pdf.
Darin beschäftigen sie sich zunächst mit den Grundlagen des Vorhersagemodells des menschengemachten Klimawandels (AGW). Als Nachweis des AGW wird meist der Bericht des IPCC angeführt. Jedoch werden beim IPCC Bericht 72 der 89 (der für diesen Fall relevanten) Grundprinzipien für wissenschaftliche Prognosen verletzt, so dass der Vorhersagefehler für 1-100 jährige Vorhersagen durch das IPCC-Modell um den Faktor 7,7 größer ist, als wenn man annimmt, dass die Temperatur über die Zeit konstant bleibt. Daher eigne sich der IPCC-Bericht nicht, um verlässliche Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Temperaturen zu machen. Die Autoren kommen zu dem Schluss:
Given the lack of scientific forecast and lack of interest in scientific forecasting procedures among global warming alarmists and the evidence from opinion polls, we have concluded that it is essentially a liberal left wing, or Utopianist movement in the U.S. (Pew Research Center 2008) and elsewhere (Klaus 2009). (S. 4)
Darüber hinaus werden ähnliche alarmistische Vorhersagen aus dem vergangenen Jahrhundert als Vergleich der Vorhersagegenauigkeit von Katastrophen und der Effektivität ergriffener Maßnahmen herangezogen. In allen dem menschengemachten Klimawandel vergleichbaren Fällen, wie bspw. der Angst vor Elektrosmog, wurden die Katastrophenszenarien als “wissenschaftlich” ausgegeben, obwohl keine der Vorhersagen auf einer wissenschaftlichen Prognosemethode beruhte. Jede der Katastrophenvorhersagen stellte sich als falsch heraus. Die vorhergesagten negativen Folgen traten entweder nicht ein, oder waren vernachlässigbar.
None of the 26 alarming forecasts that we examined was accurate. Based on analyses to date, 19 of the forecasts were categorically wrong (…), and the remaining 7 of the forecast effects were wrong in degree. (S. 10)
Auf der anderen Seite wurden in 23 der 26 betrachteten Fälle staatliche Maßnahmen ergriffen. Diese hatten, auch lange nachdem sich die Vorhersage als falsch erwiesen hatte, noch bestand. In 20 Fällen hatten die staatlichen Eingriffe negative Auswirkungen. In den verbleibenden 3 Fällen keinen Effekt. In keinem Fall stellten sich die Staatseingriffe als positiv heraus.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die globale Erwärmungshysterie verschwinden wird, aber nicht bevor, auf Grundlage nicht-wissenschaftlicher Prognosen, weiterer Schaden durch nicht optimale Entscheidungen von Regierungen, Unternehmen und Individuen verursacht werden.
Our analysis of the 26 analogies leads us to the following forecasts about the global warming movement:
- The predicted disasters will not occur.
- Costly government policies will continue to be implemented in response to the alarm.
- The manmade global warming political movement will dissipate over the years.
- Many government programs will remain in place. [...]
We speculate that the increasing ease with which the latest alarms can be disseminated, and the increasing prosperity that provides many people with more time to worry about non-existential threats and to devote their energies to causes of their choosing, has led to an increase in alarms in recent years. [...]
In their efforts to support expensive interventions, alarmists point to the “precautionary principle”. The precautionary principle is a political principle that is antithetical to the scientific approach (Green and Armstrong 2008). It is used as a way to win an argument over values while sidestepping a proper analysis of costs and benefits. (S. 10, 12)
Green, Kesten C. and J. Scott Armstrong (2009), “Effects of the Global Warming Alarm: A Forecasting Project Using the Structured Analogies Method”, Working Paper [http://marketing.wharton.upenn.edu/documents/research/AGW%20analogies66JSA.pdf] (June 2010).

