Der nächste EU-Vertrag

Abgelegt unter Politik, Spass am 30. September 2011 von Trafo

§1 No bailout. Jeder Staat haftet für seine eigenen Schulden
§1a außer Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Irland, Belgien.

§2 Die Neuverschuldung darf 3% und die Gesamtschulden 60% des BIP nicht überschreiten
§2a außer in der EU.

§3 Die EZB ist politisch unabhängig. Ihr vorrangiges Ziel ist die Geldwertstabilität
§3a außer wenn die Kacke voll am Dampfen ist und GR, P, ES, IT, IRL, BE niemanden mehr anpumpen können.

§4 Wenn Privatbanken Staatsanleihen kaufen und Versicherungen für die Rückzahlung bürgen, tragen sie das Geschäftsrisiko.
§4a Falls das echt zu teuer ist, muss Herr Ackermann die Parkgebühren vor dem Bundeskanzleramt selbst bezahlen und etwas in die Kaffeekasse legen (auf freiwilliger Basis).

§5 Steuerhinterziehung, Schattenwirtschaft und Korruption werden entschieden bekämpft. Überflüssige und ineffiziente Behörden werden abgespeckt
§5a demnächst.

§6 Rating-Agenturen sind doof.
§6a Die Kreditwürdigkeit der EU-Staaten wird ab sofort vom Kölner Karnevalsverein bewertet auf der Skala:
Super
Totel super
Mega super

Zusatzklausel: Diesmal gilts! Echt! Großes Indianer-Ehrenwort!

gez. A. Merkel, N. Sakozy, G.A.Papandreou, Baron von Münchhausen, Pinocchio, Groucho Marx.

Quelle: Kommentar auf frank-schaeffler.de

Die Enzyklopädie des Judenhasses

Abgelegt unter Politik, Spass am 29. August 2011 von Trafo

In order to familiarize the concerned anti-Semitic public with the Encyclopedia, we will periodically publish selected items from the Encyclopedia. Today we offer the public, for the first time, the definition of a Jew, an issue that has concerned many thoughtful anti-Semites, Jews, scholars, and legal practitioners throughout the ages.

Jews
Jews are a world-wide network of communists, socialists, capitalists, anarchists, liberals, leftists, fascists, democrats, republicans, war-mongerers, flower children and hippies, chauvinists, feminists, gay, lesbian, and homophobic activists, Islamist apologists and haters, Zionists and anti-Zionists, conservative, reform, orthodox, ultra-orthodox, secular, and atheist practitioners, who belong to the poor, rich, and middle classes, and who are all working together to achieve their vision of a capitalist/socialist/communist/liberal/ fascist/democratic/republican/chauvinist/feminist, gay/anti-gay/conservative/reform/orthodox/secular/atheist/Zionist/Islamic/Jewish/Christian/Anti-Zionist/poor/rich/middle class society.

The Jews unique characteristic, which separates them from all the other people in the world and in history, is that they are to blame for everything. Thus, Jews are to blame for acne, pot holes, b-movies, airplane food, root canals, obesity, drowsiness, laziness, procrastination, masturbation, and immigration. Jews are to blame for poverty, inequality, technology, premature baldness, revolutions, rebellions, and riots; every dictatorship in the world, as well as every malfunctioning democracy and welfare state; terrorism, radical Islam, Evangelical Christians, as well as faithless, tree-hugging, America-hating liberals. Jews are to blame for inflation, deflation and stagflation, the national debt, global warming and cooling (as the case may be), wars of any kind at any time, crimes of every type, shape and form; racism as well as civil rights; the Ku Klux Klan, as well as Martin Luther King. Jews are to blame for Reagan and the two Bushes as well as Carter, Obama, and Clinton (husband and wife). Jews are to blame for everything that goes wrong in your personal life including the test you failed at college, the red light you ran and got a ticket for, your divorce, the lemon you bought at the used car dealership, the failures of your favorite team (Hello Cubs!!), the promotion you never got, the sales you didn’t close, the fish that got away. You name it – the Jews did it!

[...]

Quelle: Israeli Satire Laboratory

Deutschland Weicheierland

Abgelegt unter Politik am 19. März 2011 von Trafo

[…] Es herrscht eine linke Abscheu auf alles, was hart, stark, männlich, deutsch und rechts ist. Das Ergebnis ist eine Gesellschaft der Waschlappen, die duckmäuserisch und mimosenhaft auf ihre Feinde reagiert. Kurzum: „s ist ein wehrloses, schwaches Land.

Das kann man beispielsweise daran ablesen, wie waschlappenhaft auf Jugendkriminalität oder Linksextremismus reagiert wird. Es darf kein Gut und Böse mehr geben, denn das ist ja nach der Logik der Weicheier überkommenes Männlichkeitsdenken. Stattdessen werden die Grenzen zwischen Gut und Böse immer mehr verwischt, Kriminalität und Linksextremismus werden nicht geächtet und mit aller Härte bekampft, sondern permanent verharmlost, kleingeredet oder mit Verweis auf die Kindheit des Täters und seine Leiden gerechtfertigt. Kriminelles Gesindel als das zu bezeichnen, was es ist, gilt als ,,Schwarz-Weiß-Denken“. Der ehemalige US-Präsident George Bush wurde besonders deshalb so gehasst, weil er einer der wenigen Politiker war, die überhaupt noch auszusprechen wagten, dass es Gut und Böse gibt. Und dass das Böse bekämpft werden muss.

In Deutschland dagegen bilden sich überall Räume des Linksextremismus und der jugendlichen Gewaltkriminalität, die Polizei zieht sich feige aus den rechtsfreien Räumen zurück. Und die Gesellschaft gewöhnt sich daran. Das fängt schon damit an, dass das Vermummungsverbot etwa am 1. Mai in Berlin nicht durchgesetzt wird, sondern die Polizei zuguckt, wie sich Massen von Vermummten versammeln. Man wird auch nicht konsequent kontrolliert, wenn man sich etwa mit einem Rucksack in die Zone der Randale begibt. Stattdessen werden lachhafte, sogenannte ,,Anti-Konflikt-Teams“ gebildet, die ,,grüngelbe Lätzchen“ tragen (Henryk M. Broder). Die Polizei setzt auf ,,Deeskalation“, wobei schon dieser Begriff die Verwischung des Unterschieds zwischen Gut und Böse zeigt: Suggeriert er doch, dass die Polizei, indem sie den Rechtsstaat durchsetzt, an einer ,,Eskalation“ schuld wäre.

Wegen dieser durch den anti-männlichen Affekt begründeten Verwischung zwischen Gut und Böse richtet sich die Empörung der Gutmenschen weniger stark gegen Straftäter und andere asoziale Elemente der Gesellschaft, als gegen jene, die diese Kriminellen und asozialen Elemente anprangern. […]

Mehr Menschlichkeit bringt diese Verweichlichung und Entmannung der Gesellschaft nicht, im Gegenteil, die tatsächlichen Unmenschlichkeiten werden dadurch verdeckt. Die Gewinner von Verweichlichung und der Diskreditierung von allem Harten und Männlichen sind zudem die tatsächlichen Machos und gewaltaffinen Klientels. Weil man ja immer schön ,,deeskalieren“ und ,,die Hand reichen“ will, agieren Kriminelle und Extremisten immer dreister und unbekümmerter, die Opfer werden im Stich gelassen und verhöhnt. In den Schulen gucken viele Lehrer bei Gewalttaten feige weg oder schieben dem Opfer die Schuld in die Schuhe, um sich mit den Tätern gutzustellen. Es deutet sich zudem bereits an, dass diese Waschlappen-Mentalität bei einem Teil der Gesellschaft ins Gegenteil umschlägt und es nun zu einem tatsächlichen Kult um übersteigerte Männlichkeit und Grobheit kommt. Bei zahlreichen Hip-Hop-Texten kann man das ,,bewundern“. Während erst die Feministen den Männern vorschreiben wollten, dass ein Mann gefälligst einfühlsam und kommunikativ zu sein und das Haus zu hüten hat, treten nun die Neo-Feminismus-Machos auf, die wiederum allen Männern die Männlichkeit absprechen, welche nicht verprollt und asozial sind. Es gilt, hier nicht von einem Extrem ins Andere zu schwenken, sondern sich mit deutlichen Worten gegen die dreisten Anmaßungen von beiden Seiten zu wehren.

Quelle: ef-magazin – Zeitgeist: Deutschland verweichlicht und entmannt

Panik ist kein Rezept

Abgelegt unter Politik, Wissenschaft am 14. Januar 2011 von Trafo

[...] Von Forschungsergebnissen nimmt die Öffentlichkeit kaum Notiz. Oft sind sie für Laien, auch für Journalisten, kaum verständlich – oder missverständlich. So heißt es im „dtv-Atlas zur Ökologie“ der Bielefelder Studienräte Dieter Heinrich und Manfred Hergt über den Seveso-Störfall, bei dem etwa 1,3 Kilogramm TCDD freigesetzt wurden: „Es starben unmittelbar vier Menschen.“ Nach der Quelle befragt, nennt Hergt das Buch „Seveso ist überall“ von Egmont R. Koch und Fritz Varenholt. Dort heißt es auf Seite 50 aber wesentlich schwächer: „Neben drei Todesfällen, die manche Mediziner auf das Gift zurückführen…“. Während das Werk sonst von Verweisen strotzt – allein das Dioxin-Kapitel führt 112 auf -, fehlt ausgerechnet hier die Quellenangabe. Ein Beispiel dafür, wie fragwürdige Quellenangaben auch noch falsch wiedergegeben werden: Beim Seveso-Unfall ist nachweislich niemand zu Tode gekommen.

Ein Grund für derlei Schwierigkeiten: Verschiedene Organismen reagieren ganz unterschiedlich auf das Dioxin. Deshalb lassen sich Erkenntnisse aus Tierversuchen nicht einfach auf den Menschen übertragen. So sterben Meerschweinchen bereits, wenn man sie mit einem Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht füttert, Ratten vertragen dagegen das 20fache, Hamster gar das 5000fache dieser Menge. Etwa genau so hoch – auf sechs Milligramm pro Kilogramm – schätzen Experten aufgrund theoretischer Überlegungen auch die tödliche Dosis für den Menschen.

Was der Laie als „Dioxin“ bezeichnet, ist in Wirklichkeit ein Gemisch aus 75 verschiedenen Stoffen, die der Fachmann polychlorierte Dibenzodioxine nennt. Oft zählt man auch noch die 135 polychlorierten Dibenzofurane mit, die sich von den Dioxinen nur durch das Fehlen eines Sauerstoffatoms unterscheiden. Zusammen sind das 210 Verbindungen, und die unterscheiden sich in ihrer Gefährlichkeit sehr: Während ein Meerschweinchen nämlich schon an einem Mikrogramm 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin (TCDD) stirbt, sind dazu mindestens 30 Milligramm 2,3,7-Triochlordibenzodioxin und gar mehr als 300 Milligramm 2,8-Dichlordibenzodioxin nötig. [...]

Quelle: wissenschafts-journalist.org

Die Strategie der Islamisten

Abgelegt unter Politik am 19. November 2010 von Trafo

Es ist ein faszinierendes Phänomen: Warum verbünden sich Menschen und Organisationen, die sich progressiv nennen, mit reaktionären Muslimen? Progressive und Reaktionäre haben eine Gruppierung gegründet, die sich „Free Gaza“ nennt, um die Bewohner Gazas mit „humanitären Gütern“ zu versorgen – nun ja, Gaza ist bereits frei. 2005 ist die israelische Herrschaft über Gaza zu Ende gegangen. Und Bedarf für humanitäre Hilfe gibt es nicht. Jeden Tag transportieren Dutzende Lastwagen vier- bis fünfmal mehr humanitäre Güter nach Gaza als die „Flotte“.

Die Bevölkerung Gazas jedoch hat sich in demokratischen Wahlen für eine Partei entschieden, deren Existenz sich auf ihren Judenhass gründet, und Israel will verhindern, dass die Hamas an schwere Waffen kommt und Bunker baut, wie die Hisbollah im Libanon, weshalb es eine israelische Blockade für „strategische Güter“ gibt. So einfach ist das. Die Tatsache, dass Gaza komplett „judenrein“ ist, ist der Hamas nicht genug.

Sie will, dass auch das Territorium Israels „judenrein“ ist. Niemand in Gaza muss verhungern, anders als in Darfur oder dem Kongo. Gaza ist frei, nutzt diese Freiheit jedoch, um israelische Dörfer mit Terror zu überziehen. [...]

Anders als Gaza ist Tschetschenien nicht frei, aber die Progressiven hassen Israel mehr als Russland. Die Russen haben den legitimen Kampf der Tschetschenen grausamer niedergeschlagen als die Israelis die Palästinenser je behandelt haben. Und die Kurden? Es gibt keinen kurdischen Staat, obwohl die Kurden einen gründen wollen. Türken und Iraker haben den Kurden weit Schlimmeres zugefügt als Israel jemals den Palästinensern – dennoch findet sich kein Anzeichen, dass die Progressiven die Russen oder die Türken oder die irakischen Araber hassten. [...]

Um es klar zu machen: Das Gaza-Spektakel hat mit Frieden, hungrigen Palästinensern und brutalen Juden nichts zu tun. Es handelt sich um Phase eins von etwas völlig anderem. Und ja, wir haben ein Problem: Denn westliche Länder, von Politik- und Medieneliten geführt, die in friedensorientierten Wohlfahrtstaaten aufgewachsen sind, sind gegen Kräfte wie diese machtlos – sie sind ja kaum in der Lage, die Gefahr zu erkennen.

Westliche Politiker und Diplomaten sind nicht dafür ausgebildet, mit den ausgekochten Söhnen Istanbuls und Teherans zu verhandeln, diesen erfahrenen Verschwörern, Manipulatoren, Lügnern, Intriganten.
Die Gefahr für den Westen besteht nicht in der muslimischen Immigration nach Europa oder dem Terror von al Qaida; sie besteht in der Koalition zweier islamischer Regime, die islamofaschistisch sind. Es wird nicht lange dauern, bis sie Atomwaffen haben. [...] Die politischen Eliten wissen, was geschehen ist: Die Türkei hat sich mit dem Iran verbündet.

Worauf sich der Iran und die Türkei in Sachen Irak und Afghanistan geeinigt haben, bleibt unklar, doch die Folgen ihrer neuen Allianz werden bald zu spüren sein. Der neue islamische Mensch wird in der Türkei und dem Iran entstehen. Er wird die Werkzeuge, die er vom Westen übernommen hat, gebrauchen, um seine Herrschaft über die Welt auszudehnen. Unterdessen hat ein unentschiedenes, schwankendes Amerika keine Antwort auf die Herausforderung durch diese Koalition.

Die türkischen Islamisten legen, von palästinensischen Aktivisten und nützlichen Idioten aus dem Westen unterstützt, eine bemerkenswerte Geschicklichkeit an den Tag. Unter den bewundernden Blicken der türkischen Regierung werden sie Israel weiter provozieren. Ziel ist, eine Intervention der türkischen Marine zu erzwingen, gefolgt von der Armee. Das ist der ideale Weg, sämtliche Teile der türkischen Gesellschaft zu vereinen und das türkische Militär zu entsäkularisieren, die einzige bedeutende Kraft in der türkischen Gesellschaft, die die Träume der Islamisten platzen lassen könnte. [...]

Und Russland und China? Diese beiden alten Nationen, von zynischen Eliten regiert, gestatten den iranischen und türkischen Islamisten ihr Spiel gern, schwächt es doch ganz bestimmt den Westen.

Quelle: Welt Online – Der Islam und die nützlichen Idioten

Die Essenz der Sarrazin-Debatte

Abgelegt unter Politik am 10. September 2010 von Trafo

Ob Herr Sarrazin ein pessimistischer Alarmist ist oder ein Mahner, der aufrütteln will, ist [ziemlich egal]. Herr Sarrazin ist [im Denken ebenso meilenweit entfernt von liberalen Grundsätzen], wie ein Imam von Kant. Es wäre an der Zeit, dass wir das Poltern von Querköpfen in die richtigen Bahnen lenken. […] Kein Fußbreit mehr für den Nanny-Staat. Schluss mit der Bevormundung des Bürgers. Dann klappt es auch mit der Überwindung von demografischen Krisen (Heinsohn). Auch wenn es paradox erscheint, denn Mister Sarrazin will ja mehr Nannys für die Kids aus der Unterschicht, anstatt die Lehrpläne an den Schulen zu revolutionieren – im Sinne einer lebensnahen Wirtschaftstheorie. Also, Herr Sarrazin hat schon das Potential, ungewollt, uns für folgende Überlegungen zu sensibilisieren:

Einst war der Staat für den Bürger da. Jetzt ist es umgekehrt. Der Staat mischt sich ein, welche Autos wir fahren, was wir essen, welche Musik wir hören. Wo bleibt die Freiheit des Einzelnen? Wie schaut dieser Staat den Bürger an? Ist der Bürger in der Lage, seinen eigenen Weg zu gehen, oder glaubt der Staat ihm diesen Weg vorzeichnen zu müssen? Ist er ein Erwachsender, dem man das Erwachsensein auch zutrauen kann, oder ist er ein ewiges Kind, das erzogen werden muss. Steht der Staat heute nicht am volkspädagogischen Katheder? Mangelt es ihm nicht zunehmend am Respekt vor den Bürgern? Unter dem Vorwand der Steuerehrlichkeit schnüffelt er die Privatsphäre aus, er bevormundet im höheren Glauben an das Gemeinwohl. Sein Motto: Viele schwer Erziehbare und Halbkriminelle da draußen!
Was steht auf dem Portal des Deutschen Reichstages? Richtig. Dem deutschen Volke. Ein liberaler Rechtsstaat hat die Aufgabe, den Bürger in seinen Rechten zu schützen, die innere und äußere Sicherheit zu garantieren. Er hat neutral zu sein und sich nicht in das private Leben seiner Bürger einzumischen Man zahlt seine Steuern und das war’s dann.
Aber was ruft uns der Staat täglich zu? Er verkündet: “Ich weiß, was gut für dich ist!”. Wieso? Woher weiß er das? Ist das nicht eine respektlose Anmaßung? Es geht nicht mehr darum, was du willst, sondern was du sollst. Du sollst nicht rauchen, weniger trinken, aufs Gewicht achten, weniger Fleisch essen, nachhaltig konsumieren und Autos fahren, die nicht älter als neun Jahre sind. Und die Sprache des Staates ist subtil, wir erkennen nicht sofort den sanften Terror. Da geht es um die geistige Orientierung. Oder um Fördermaßnahmen, ohne die der Bürger wohl nicht überleben könne. Man will aktivieren und gestalten, aber natürlich sozialverträglich. Ganz schlimm wird es in Wirtschaftsfragen. Zum Beispiel, man müsse die Sparneigung brechen und die Konsumlust stimulieren. Also, dies ist ein Staat, der nicht führen und schützen will, sondern erziehen und bevormunden.
John Stuart Mill sagte, „Ein Staat, der die Bürger zu Zwergen macht, und sei es zu einem guten Zweck, der wird eines Tages feststellen, dass man mit kleinen Menschen keine großen Dinge erreichen kann.“

Quelle: NOVO-Argumente, “Sarrazin ist der wahre Klimapessimist” – Kommentar von C.M. 08.09.2010 00:43

Feuer im Ökohaus

Abgelegt unter Politik am 20. Juli 2010 von Trafo

Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach werden im Brandfall für Feuerwehrleute zur tödlichen Gefahr. Darauf macht der wissenschaftliche Beirat des Instituts Privater Bauherren, Bernd-Jürgen Vorath, aufmerksam. «Die Module sind extrem hitzebeständig und verformen sich deshalb auch bei einem Brand im Dachstuhl nicht», erläutert der Professor. «Das heißt, sie stürzen nicht ab, sondern bleiben fest auf dem Dach verankert und versperren der Feuerwehr den Weg zum Brandherd. Außerdem beschleunigen sie die Brandentwicklung durch den auftretenden Wärmestau unter dem Dach.»

Weit schwerwiegender sei aber ein zweites Problem. Solange es hell ist, produzieren die Module Strom und stehen unter Spannung. Diese Spannung lässt sich nicht abschalten. Bis zu 400 Volt liefern die zusammen geschalteten Zellen der Module. «Alles über 42 Volt ist aber tödlich für den Menschen», so Vorath. Die Feuerwehr könne weder unter den Modulen löschen, noch könne sie die Module abschalten und vom Dach holen, solange sie Spannung liefern.

Die Feuerwehren kennen das Problem und halten sich nach tödlichen Unfällen zu Beginn der Solarepoche inzwischen fern von den lebensgefährlichen Modulen. Sie sind inzwischen dazu übergegangen, solche Dächer kontrolliert abbrennen zu lassen.

Quelle: nh24.de: Tödliche Gefahr für Feuerwehrleute

Was bleibt vom Hype der globalen Erderwärmung?

Abgelegt unter Politik, Wissenschaft am 13. Juli 2010 von Trafo

Basierend auf einem Vergleich mit ähnlichen Katastrophenprognosen, die von Wissenschaftlern, Politikern und Medien angetrieben wurden untersuchen Kesten Green von der University of South Australia und Scott Armstrong (noch vor Al Gore einer der 25 Most Famous College Professors Teaching Today) von der University of Pennsylvania in wie weit die vorhergesagten Katastrophen tatsächlich eingetreten sind, um Rückschlüsse für die Verlässlichkeit für die Prognose von Katastrophenszenarien abzuleiten. Eine Vorabversion ihrer Ergebnisse findet man unter http://marketing.wharton.upenn.edu/documents/research/AGW%20analogies66JSA.pdf.

Darin beschäftigen sie sich zunächst mit den Grundlagen des Vorhersagemodells des menschengemachten Klimawandels (AGW). Als Nachweis des AGW wird meist der Bericht des IPCC angeführt. Jedoch werden beim IPCC Bericht 72 der 89 (der für diesen Fall relevanten) Grundprinzipien für wissenschaftliche Prognosen verletzt, so dass der Vorhersagefehler für 1-100 jährige Vorhersagen durch das IPCC-Modell um den Faktor 7,7 größer ist, als wenn man annimmt, dass die Temperatur über die Zeit konstant bleibt. Daher eigne sich der IPCC-Bericht nicht, um verlässliche Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Temperaturen zu machen. Die Autoren kommen zu dem Schluss:

Given the lack of scientific forecast and lack of interest in scientific forecasting procedures among global warming alarmists and the evidence from opinion polls, we have concluded that it is essentially a liberal left wing, or Utopianist movement in the U.S. (Pew Research Center 2008) and elsewhere (Klaus 2009). (S. 4)

Darüber hinaus werden ähnliche alarmistische Vorhersagen aus dem vergangenen Jahrhundert als Vergleich der Vorhersagegenauigkeit von Katastrophen und der Effektivität ergriffener Maßnahmen herangezogen. In allen dem menschengemachten Klimawandel vergleichbaren Fällen, wie bspw. der Angst vor Elektrosmog, wurden die Katastrophenszenarien als “wissenschaftlich” ausgegeben, obwohl keine der Vorhersagen auf einer wissenschaftlichen Prognosemethode beruhte. Jede der Katastrophenvorhersagen stellte sich als falsch heraus. Die vorhergesagten negativen Folgen traten entweder nicht ein, oder waren vernachlässigbar.

None of the 26 alarming forecasts that we examined was accurate. Based on analyses to date, 19 of the forecasts were categorically wrong (…), and the remaining 7 of the forecast effects were wrong in degree. (S. 10)

Auf der anderen Seite wurden in 23 der 26 betrachteten Fälle staatliche Maßnahmen ergriffen. Diese hatten, auch lange nachdem sich die Vorhersage als falsch erwiesen hatte, noch bestand. In 20 Fällen hatten die staatlichen Eingriffe negative Auswirkungen. In den verbleibenden 3 Fällen keinen Effekt. In keinem Fall stellten sich die Staatseingriffe als positiv heraus.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die globale Erwärmungshysterie verschwinden wird, aber nicht bevor, auf Grundlage nicht-wissenschaftlicher Prognosen, weiterer Schaden durch nicht optimale Entscheidungen von Regierungen, Unternehmen und Individuen verursacht werden.

Our analysis of the 26 analogies leads us to the following forecasts about the global warming movement:

  1. The predicted disasters will not occur.
  2. Costly government policies will continue to be implemented in response to the alarm.
  3. The manmade global warming political movement will dissipate over the years.
  4. Many government programs will remain in place. [...]

We speculate that the increasing ease with which the latest alarms can be disseminated, and the increasing prosperity that provides many people with more time to worry about non-existential threats and to devote their energies to causes of their choosing, has led to an increase in alarms in recent years. [...]

In their efforts to support expensive interventions, alarmists point to the “precautionary principle”. The precautionary principle is a political principle that is antithetical to the scientific approach (Green and Armstrong 2008). It is used as a way to win an argument over values while sidestepping a proper analysis of costs and benefits. (S. 10, 12)

Green, Kesten C. and J. Scott Armstrong (2009), “Effects of the Global Warming Alarm: A Forecasting Project Using the Structured Analogies Method”, Working Paper [http://marketing.wharton.upenn.edu/documents/research/AGW%20analogies66JSA.pdf] (June 2010).

Frieden muss auf Freiheit aufbauen

Abgelegt unter Politik am 27. Mai 2010 von Trafo

Als Freund der Freiheit darf man sich nicht die Begriffsdefinition der Freiheitsfeinde zu Eigen machen, welche den “Frieden” im Prinzip als Aufgabe der eigenen (individuellen) Freiheit versteht!

Wollt Ihr den totalen Frieden?
[…] Frieden ist ein schönes Konzept, aber wir dürfen seine Definition nicht unseren Feinden überlassen. Frieden als Ende heißer Kriege ist immer erstrebenswert, allerdings erst nachdem man den Sieg für sich verbuchen konnte. Deshalb sollte eine Pazifierung jeglicher Konflikte weiterhin unser Ziel sein, aber erst nachdem Freiheit sich durchgesetzt hat. Frieden ist ein Bonus zu Freiheit und sollte nur auf dem Boden dieser gedeihen. Vorher verdient es nicht den Namen “Frieden” sondern einzig den Namen “Niederlage”. Aus diesem Grunde sollten sich die sogenannten Friedensbewegten dieser Tage in Defätisten, Saboteure oder Selbsthasser umbennen. Das wäre ehrlicher und Frieden wäre auch wieder etwas wert.

Noch ein Wort zum “Frieden”: Der soziale “Frieden” bewegt uns dieser Tage einmal mehr. Den aufgeblähten Sozialetat dürften wir für Sparmaßnahmen nicht antasten, sonst sei der soziale Frieden gefährdet, belehren uns unsere roten Freunde. Der soziale “Frieden” ist nicht anderes als Schutzgeldzahlungen an eine imaginäre Prekariatsmafia, die uns droht aufs Dach zu steigen, wenn wir ihre großzügige Alimentierung einstellen. Das ist soziale Unterwerfung und nicht Frieden! Nur ein Beispiel mehr, dass Linke hier nicht unterscheiden mögen und der Begriff des Friedens ein gefährlicher sein kann.

Quelle: Gegenstimme

Bankenkrise – Es gibt nichts zu verlieren

Abgelegt unter Politik, Spass am 17. April 2010 von Trafo

Das ist Parteien-Demokratie

Abgelegt unter Politik am 31. März 2010 von Trafo

Demokratien lassen es nur in der Gründungsphase zu, dass hoch profilierte Männer wie Andreas Gayk oder Ludwig Erhardt in leitende politische Stellungen gelangen. Die jedoch bald einsetzende zahlenmäßige Ausweitung des Staatsapparats, die Verflechtung von Wirtschaft und politischem Interesse, der persönliche Nutzen, den politiknahe Kräfte aus populistischen Versprechen und der Aufhetzung einer Gruppe gegen die andere ziehen können, sorgen dafür, dass der Auftritt herausragender und integrer Persönlichkeiten bald endet. Die demokratische Verfassung macht es möglich, das Volk zur manipulierbaren Verfügungsmasse der Nutznießer des Systems zu machen, ohne dass dieses den Missbrauch bemerkt. Das Parasitentum kann sich rasch entwickeln, sobald erste wirtschaftliche Erfolge es bezahlbar machen.

In der Demokratie gelangen durch ein System der negativen Auswahl a priori Personen an die Macht, deren Charakter Merkmale der Unreife und Unwahrhaftigkeit aufweist, Personen, die mehr an Macht interessiert sind als am Wohl des Gemeinwesens. […]

Für den Beruf des demokratischen Politikers, dem nicht nur ein paar Studenten, sondern ein ganzes Volk ausgeliefert ist, braucht es dagegen keinerlei Expertise. Einmal zum Minister ernannt, kann der Erhobene das Ressort nach Geschmack und aktuellem Bedarf wechseln, ohne auch nur die leiseste Kenntnis der Angelegenheit zu besitzen, die er nun öffentlich vertritt. Kaum ins Amt gelangt, sind dementsprechend viele Emporkömmlinge der Häme der Öffentlichkeit ausgesetzt. Die Wähler fragen sich ungeachtet ihrer Wahlentscheidung, wieso ihre Parlamentarier ohne professionelle Betreuung plötzlich so überfordert wirken.

Der Einwurf, diese Leute hätten ihre Fachberater, greift nicht, denn wenn der Amateurminister bar jeder Tauglichkeit, aber Chef ist und bleiben will, wird er ausschließlich nach politischer Opportunität, also nach persönlichem Vorteil entscheiden. Das ist auch nicht überraschend. Dass der Mensch zu seinem eigenen Vorteil entscheidet, ist viel wahrscheinlicher, als dass er es nicht tut, denn „wer an der Krippe steht, der frisst!“ Für sich selbst zu sorgen ist Voraussetzung, damit man auch für andere sorgen kann. Jedoch, und hier setzt das Problem ein: Ist ein Gemeinwesen so aufgestellt, dass es einer Gruppe von Personen erlaubt ist, sich allein mittels Gesetzesgewalt der Arbeitskraft anderer Menschen zu bedienen, wird das persönliche Nutzdenken auf die Allgemeinheit ausgeweitet.

Ein letztes Mal blitzte 2005 die Hoffnung auf, dass es auch anders gehen könnte: Die Kanzlerkandidatin Frau Dr. Merkel hatte den parteilosen, hochgelehrten Rechtsprofessor Paul Kirchhoff in ihr Schattenkabinett geholt, um in Deutschland überfällige Reformen ins Werk zu setzen. Dem sich durch erhebliche Volksnähe auszeichnenden Kanzlerkandidaten Schröder war es ein Leichtes, Prof. Kirchhoff allein aufgrund seiner fachlichen Reputation als „Heidelberger Professor“ zu diskreditieren. Das kam gut an. Paul Kirchhoff hatte in der durch die Sozialdemokraten aufgeheizten Stimmung gegen das Höherstehende keine Chance. Damit war dann die letzte Möglichkeit für vernünftige Politik vertan. Frau Dr. Merkel hat nie wieder einen Versuch unternommen, hätte sie deshalb doch um Haaresbreite die Wahlen verloren. Ihre Illusion der echten Menschenbeglückung und Weltverbesserung mündete rasch in eine realistischere Sicht der Dinge und ließ sie erkennen, dass sich die Tätigkeit des demokratischen Politikers darauf beschränkt, seine eigene Klientel zu bedienen. Allerdings kann Frau Dr. Merkels nicht hoch genug zu bewertender, aber gescheiterter Ansatz, sachgerecht zu regieren, heute als Zeitpunkt des endgültigen Versagens der Parteien-Demokratie als vernünftige Regierungsform gelten. Es geht ihr und ihrer Regierung heute nur noch um Konkursverschleppung. […]

So bleibt der Bürger weiterhin hilflos dem infantilen Eifer politischer Dilettanten ausgeliefert. Mangels Intelligenz und bar jeglicher sachlich oder moralisch begründbaren Rechtfertigung neigen zahlreiche „Volksvertreter“ dazu, sich in hemmungsloser Geltungs- und Gestaltungssucht zu ergehen. Deren Auftritte machen schmerzlich bewusst, dass die vernichteten traditionellen Eliten nicht durch Simulanten ersetzt werden können, welche meinen, dass es ausreiche, lesen und schreiben zu können und manchmal ein akademisches Zeugnis vorzulegen. Als in vordemokratischen Zeiten die Deutschen noch als „Volk der Dichter und Denker“ galten, verstanden Politiker ihr Handeln als taktische Staatskunst. Heute wird die Erinnerung daran nur noch achselzuckend im Plusquamperfekt vorgetragen. Der kolumbianische Philosoph Davila (gest. 1994) meinte resigniert: „Die Freiheit des Demokraten besteht nicht darin, alles sagen zu können, was er denkt, sondern nicht alles denken zu müssen was er sagt.“

Die Bühne für die Politamateure und ihre Erlösungsdogmen einer planwirtschaftlich orientierten Sozial- und Wirtschaftslehre bieten die GEZ-finanzierten Staatsmedien. Das Volk lauscht dort den hochaktuellen und lebensnotwendigen Nachrichten von der innerstaatlichen Front „kriegerischer“ Auseinandersetzungen, zwischen den sich um die besten Plätze am Futtertrog der Steuermittel prügelnden Anwärtern. Für dieses ekelhafte, die niedrigsten Instinkte des Menschen ansprechende Schauspiel, zahlt das verbliebene Viertel leistungsfähiger Bürger inzwischen den überwiegenden Teil seines erwirtschafteten Einkommens. Und dann wird der Ausgeplünderte und Geknechtete auch noch zum Zuhören und Zuschauen genötigt. Kaum ein Ort, wohin man vor dieser Dauerpropaganda fliehen kann. […]

Das demokratische Gebaren des maximalen Herumregierens in minimaler Qualität ist nicht nur eine Zumutung, Ehrverletzung und intellektuelle Beleidigung, sondern auch extrem teuer. Die Bürger wehren sich tapfer und trickreich durch Steuervermeidung, Schwarzarbeit, Wahlenthaltung, Auswanderung und mittels der Weigerung, „Kinder in diese Welt zu setzen“.

Aus dem zweiten Teil der ef-online-Serie “Parteien-Demokratie: Ein Nekrolog in sieben Akten”
Erster Akt: Demokratie gelinKt immer
Zweiter Akt: Der demokratische Bildungsnotstand
Dritter Akt: „Liberaldemokratie“
Vierter Akt: Dejavumokratie
Fünfter Akt: Die Demokratie und der Neid
Sechster Akt: Demokratie, Demographie und Schuldknechtschaft
Siebter und letzter Akt: Es gibt ein Leben nach der Parteien-Demokratie

Climategate verhindert Endsieg

Abgelegt unter Spass am 4. Februar 2010 von Trafo

Hartz IV und Sklavenarbeit

Abgelegt unter Politik am 21. Januar 2010 von Trafo

[...] Wenn ein Nicht-Arbeitender sich weigert, eine Arbeit anzunehmen, weil sie ihm “nicht passt”, aber gleichzeitig fordert, dass die Arbeitenden für ihn aufkommen, dann tut er ein Doppeltes: Erstens wird er zum Ausbeuter – er lebt auf Kosten anderer – ähnlich wie ein Sklavenhalter; zweitens gibt er die Verantwortung für seine soziale Existenz ab und bürdet sie der Gesellschaft auf. Gerechtigkeit verlangt, dass jeder für sein Brot und seine Wohnung auch eine Gegenleistung zu erbringen hat; diese besteht in einer Gesellschaft vor allem aus seiner Arbeit – sofern er nicht physisch oder geistig behindert ist. Rechte implizieren Pflichten, andernfalls werden sie zu Privilegien. Wer das nicht akzeptiert, beansprucht für sich das Recht, von anderen versorgt zu werden – im Klartext: dass andere für ihn arbeiten. Ein solcher Anspruch entspringt entweder der Mentalität eines Kleinkindes oder derjenigen eines Kriminellen – oder soll ich hinzufügen: Derjenigen eines Sklavenhalters? Der Sozialstaat ist eine enorme historische Errungenschaft, und wir sind gehalten, ihn zu verteidigen. Darum müssen wir ihn auch vor Missbrauch schützen. Vor allem müssen wir verhindern, dass er sich in eine Versorgungsanstalt verwandelt, welche die Verantwortungslosigkeit fördert – mit fatalen Konsequenzen für die individuellen Fähigkeiten und die sozialen Kompetenzen der Fürsorge-Empfänger. Das Ende wäre eine sozioenergetische Entropie: Ein signifikanter Teil der Staatsbürger würde in alimentierter Unmündigkeit gehalten. [...]

Quelle: Egon Flaig im Interview mit Telepolis via Fakten & Fiktionen

Wissenschaftspresseschau

Abgelegt unter Spass, Wissenschaft am 17. Dezember 2009 von Trafo

NonScientist Journal Cover

via The People’s Cube

Die Öko-Religion

Abgelegt unter Politik, Wissenschaft am 9. Dezember 2009 von Trafo

Religion hat es nach Paul Tillich (1886 – 1965), einem der wichtigsten Theologen des vergangenen Jahrhunderts, mit dem zu tun, “was uns unbedingt angeht” (in seinen englischsprachigen Veröffentlichungen “ultimate concern”). Ich möchte zeigen, dass diese Sicht auf Religion auch geeignet ist, die Öko- und insbesondere die Klimaschutzbewegung als quasireligiöses Phänomen zu beschreiben (’quasi-’ deshalb, weil diese Bewegung sich selber nicht explizit als religiös versteht).

Zweifellos geht es dabei Millionen von Menschen um ein “unbedingtes Anliegen”, die Rettung der Welt vor dem drohenden Klimakollaps bzw. im weiteren Sinne der Ökoreligion vor der Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen. Der quasireligiöse Charakter zeigt sich schon in der Qualität dieses Anliegens: Es geht um nicht weniger als die Rettung der Welt. In der Vergangenheit war diese göttlichen Rettergestalten vorbehalten; heute fühlt sich der Mensch selbst dazu berufen.

Zur Religion gehören zumeist bestimmte Lehren und Dogmen. Im Christentum als für uns nächstliegender Bezugsreligion geht es kurz gesagt darum, dass der Mensch auf Grund eigenen Verschuldens das ewige Leben verloren hat; aber es gibt eine Rettung, wenn er Buße tut, glaubt und fortan nach der christlichen Lehre lebt.

Die Lehre der Ökoreligion lautet ganz analog: Der Mensch zerstört auf Grund eigenen Verschuldens die Welt und damit das Fortleben künftiger Generationen; aber es gibt eine Rettung, wenn er alsbald Buße tut und fortan anders lebt als bisher. Es geht um Rettung aus der Apokalypse. Der eschatologische Zug ist unverkennbar.

Für die Details gibt es so was wie ein Lehramt (vielleicht repräsentiert durch das IPCC). Es argumentiert wissenschaftlich, aber auf Grund unhinterfragbarer Dogmen. Eine gewisse Bandbreite an Interpretationen wird zugelassen; alles, was darüber hinaus geht, ist Ketzerei.

Ketzerei deshalb, weil es ja nicht um wertfreie Überzeugungen von Wahr oder Falsch geht, sondern weil daran das Heil, die Rettung der Welt hängt. Deshalb müssen zur Not auch die Fakten uminterpretiert oder ignoriert und Gegner mundtot gemacht werden. So ist das auch bei der Klimareligion.

Jede Religion hat ihre Priester und ihre Propheten, ihre Heiligen und ihre Narren, ihre Gläubigen und ihre Ketzer. So ist das auch bei der Klimareligion.

Religion äußert sich in einer bestimmten Moral und Ethik. Durch nichts wird zur Zeit das Verhalten der Menschen stärker zu beeinflussen versucht als durch die Öko- Moral. Es wird dazu aufgerufen, für den Klimaschutz Verzicht zu üben. Diese Ethik hat – typisch für religiöse Ethiken – vor allem asketische Züge. Und wie im Mittelalter gibt es Wege, sich von den Sünden per Ablass freizukaufen: durch Ökosteuern im Kleinen und Verschmutzungszertifikate im Großen.

Religion hat natürlich auch ihren Kult, ihre Rituale. Eine Klimakonferenz wie in Kopenhagen gleicht einer Wallfahrt oder vielleicht sogar einem Konzil. Zwischen solchen ausgemachten Höhepunkten gibt es kleinere Rituale: die regelmäßige Veröffentlichung von bedrohlichen Daten zum Beispiel. Oder die Inszenierung von kleinen Erfolgen auf dem Feld erneuerbarer Energien. [...]

Quelle: Zettels Raum